Die Behaglichkeit von Räumen verhält sich analog der Charakteristik von Personen. Sie wird einerseits von Softfaktoren, also individuellen Werten und Empfindungen und andererseits von harten, also klar messbaren Faktoren bestimmt. Wohnkomfort wird, massgeblich von der Architektur, dem Innenausbau und der Möblierung bestimmt, beschrieben durch die Qualität und Bequemlichkeit. Gefühlte Behaglichkeit in Innenräumen hängt im Wesentlichen aber von Raum- und Oberflächentemperaturen, der Luftgeschwindigkeit sowie der Luftfeuchtigkeit ab. Ein komfortables Innenraumklima im Sinne eines Wohlfühlfaktors setzt sich aus vier Komponenten zusammen:
- Raumluftqualität
- Thermischer Komfort
- Visueller Komfort
- Akustischer Komfort
Energie sparen und die Behaglichkeit steigern
Mit einer energetischen Gebäudesanierung wird ein Gebäude ökologisch und ökonomisch optimiert. Gleichzeitig wird dadurch aber auch spürbar das Innenraumklima verbessert. Nebst der Optimierung des thermischen Komforts durch eine Gebäudehüllensanierung, idealerweise in Kombination mit einem Fensterersatz, wird dabei als Zusatznutzen gleichzeitig auch der akustische Komfort gesteigert.
Durch den Ersatz der Beleuchtung und den Einbau einer kontrollierten Lüftung oder alternativ mit einer optimalen manuellen Lüftungspraxis durch regelmässiges Stosslüften, können zudem der visuelle Komfort und die Raumluftqualität merklich verbessert werden. Nebst der Raumtemperatur beeinflussen aber auch die Oberflächentemperaturen, die Luftfeuchtigkeit und die Luftgeschwindigkeit im Raum den thermischen Komfort und somit das Wohlbefinden.
Eine optimierte Gebäudehülle besticht durch ihre Mehrfachnutzen
Eine gute Dämmung verhindert Energieverluste, schafft innere Oberflächentemperaturen, die nahe an der Raumlufttemperatur liegen, was den Kaltluftabfall und damit die spürbar Luftgeschwindigkeit, auf die viele Menschen empfindlich reagieren, minimiert. Dies wird im Sinne der Behaglichkeit zum Wohlfühlfaktor. Alte Fenster und ältere Gebäudehüllen, sind meist nicht vollständig dicht und schaffen so einen ungewollten, permanenten Austausch der Innenluft, der trotz geschlossenen Fenstern Feuchtigkeit der warmen Innenraumluft nach aussen abführt. Bei einer energetisch optimal sanierten Gebäudehülle geht dieses «natürliche Atmen» verloren, weshalb ohne kontrollierte Wohnungslüftung oder mangelhaftem Lüftungsverhalten der Bewohner, an kälteren Oberflächen, Schimmelpilzgefahr durch Oberflächenkondensat besteht.
