Tipp des Monats

Gräser für den Dachgarten

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Gräser eignen sich wunderbar für eine extensive Dachbegrünung: Während sommergrüne Arten wie das weizenfarbene Federgras (Stipa tenuissima) mit seinen sich im Wind wiegenden Halmen optisch für Leichtigkeit sorgen, geben die wintergrünen Polster von Bärenfell-Schwingel (Festuca gautieri) der Pflanzung im Winter Struktur. Gerade im Spätsommer, wenn das extravagante Moskitogras (Bouteloua gracilis) und das Tautropfengras (Sporobolus heterolepis) blühen, bieten ausdehnend begrünte Dachflächen einen herrlichen Anblick. Die Pflege beschränkt sich im Wesentlichen auf das Abschneiden der welken Halme im zeitigen Frühjahr.

Dünger und Kräuel bei Sellerie

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Über lange Wochen hinweg wächst der Knollensellerie im Zeitlupentempo. Die Blätter entwickeln sich nur zögerlich und von einer Knolle ist gar nichts zu sehen. Aber jetzt im August legen die Pflanzen plötzlich los. Sie bilden üppiges Laub, gleichzeitig verdickt sich der Übergang zwischen Wurzel und Blattwerk. Während dieser Phase hat Sellerie den höchsten Bedarf an Nährstoffen. Die Pflanzen reagieren äusserst positiv, wenn man nun den Boden regelmässig mit dem Kräuel lockert und so die Mineralisierung von Nährstoffen fördert. Zusätzlich kann auch eine kleine Gabe Stickstoffdünger zwischen die Reihen gestreut werden. Bei der Bodenbearbeitung sollte ein Anhäufeln der Erde vermieden werden, denn die Knollen bilden sich meist über dem Boden. Das Wegreissen von alten, gelben oder kranken Blättern unterstützt die Knollenbildung zusätzlich. Geerntet wird der Sellerie, sobald er eine ansprechende Grösse erreicht hat, spätestens aber vor dem ersten Frost.

Obstholz reifen lassen

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Bei trockener Witterung im August sollten Obstgehölze hin und wieder gewässert werden. Ab Ende des Monats verzichtet man jedoch besser auf zusätzliche Wassergaben. Denn ab diesem Zeitpunkt tut ein trockener Boden den Gehölzen sogar gut: Sie stellen dann das Triebwachstum zugunsten der Bildung von Blütenknospen ein und lassen ihr Holz reifen, damit es sicher durch die frostige Jahreszeit kommt. Auf dauerfeuchtem Boden kann es sogar sinnvoll sein, die Pflege der Baum- und Strauchscheiben zum Sommerausklang gänzlich einzustellen und den natürlichen Bewuchs mit Wildkräutern, die dem Boden überschüssiges Wasser und Nährstoffe entziehen, zu tolerieren.

Nachwuchs sammeln

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In jedem Garten kann man Samen ernten – sei es, um kurzlebige Arten im nächsten Jahr frisch auszusäen oder das Saatgut mit anderen Gartenfreunden zu tauschen. Alles, was man dazu benötigt, sind eine Rebschere, einige Papiersäcke und ein trockener, luftiger Ort, um die Tüten später aufzuhängen. Ausserdem braucht es etwas Geduld und Beobachtungsgabe. Denn wichtig ist, dass die Samen zum richtigen Zeitpunkt geerntet werden. Der Samenstand darf nicht mehr grün sein, aber gleichzeitig sollten die Samen noch an der Pflanze anhaften. Sobald es bei einer Pflanze so weit ist, wartet man am besten einen trockenen Tag ab. Der Samenstand wird vollständig abgeschnitten und gleich komplett in den Papiersack gesteckt. Man sammelt von verschiedenen Pflanzen der gleichen Art in dieselbe Tüte. Anschliessend werden die Samentüten an einem luftigen Platz aufgehängt (oder aufgestellt, wenn der Ort mäusefrei ist) und der Inhalt einige Wochen lang vollständig getrocknet. Damit sind die Samen bereit, um an kalten Tagen gereinigt zu werden.