Tipp des Monats

Blütenrausch

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Trotz ihrer spektakulären Erscheinung zählt die Passionsblume zu den unkomplizierten Kübelpflanzen. Die bekannteste Vertreterin ist die Blaue Passionsblume (Passiflora caerulea), die ausgepflanzt und mit Schutz im Wurzelbereich in milden Regionen sogar winterhart ist. Daneben gibt es zahlreiche weitere Varianten mit weissen, pinkfarbenen oder gelben Blüten. Sie alle bevorzugen einen sonnigen Standort ohne Hitzestau und eine gleichmässige Wasserversorgung. Unter optimalen Bedingungen – bei den meisten Arten ist eine Befruchterpflanze erforderlich – bilden sich sogar Früchte, die bei den Zierformen jedoch kleiner und weniger schmackhaft sind. Um Passionsblumen gut zu überwintern, kürzt man die Pflanzen im Spätherbst auf Gerüsthöhe ein. Im zeitigen Frühjahr erfolgt der Hauptschnitt, bei dem alle Seitentriebe auf drei bis fünf Augen zurückgestutzt werden. Auf diese Weise fördert man die Bildung neuer Blüten­knospen an den Triebspitzen.

Starthilfe für Nüsslisalat

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Immer wieder klagen Gärtnerinnen und Gärtner, dass ihre Aussaaten mit Nüsslisalat nicht gelingen wollen. Die Schwierigkeit liegt darin, die zarten Keimlinge an heissen Augusttagen vor dem Vertrocknen zu bewahren. Zwei einfache Massnahmen leisten dabei gute Dienste. Zum einen sollte das Nüsslisalat-Beet nach der Aussaat mit einer Walze verfestigt werden (wenn keine Walze zur Verfügung steht, kann man auch ein handliches Brett und das eigene Körpergewicht einsetzen). Durch das Walzen werden die Samen satt in den Boden ein­gebettet. Zugleich kann im verfestigten Boden mehr Feuchtigkeit aus tieferen Schichten nach oben aufsteigen (die sogenannte Kapillarität des Bodens). Des Weiteren hilft es, die Nüsslisalat-Beete nach der Aussaat mit einem Vlies abzudecken. Das Vlies schützt die oberste Bodenschicht vor dem Austrocknen, sorgt aber auch beim Giessen dafür, dass der Boden darunter nicht verschlämmt.

Der Apfel zum 1. August

Aepfel
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Kennen Sie die Apfelsorte ‘Galmac’? Die mittelgrossen Früchte dieser Schweizer Züchtung sind mit ihrer orangeroten bis leuchtend roten Färbung bereits vom Aus­sehen her attraktiv. Und das setzt sich bei den inneren Werten fort: Das feste, weiss-gelbe Fruchtfleisch ist sehr saftig und begeistert mit seinem aromatischen, süsssäuerlichen Geschmack. Damit sich diese gute Geschmacksnote entwickeln kann, ist eine rechtzeitige Ernte wichtig: ‘Galmac’ kann bereits ab Mitte Juli (bis Ende August) gepflückt werden und ist sofort genussfähig. Deshalb bieten sich die Früchte dieser Sorte an, um frisch geerntet zum Nationalfeiertag am 1. August aufgetischt zu werden. Tipp: ‘Galmac’ ist ein starkwüchsiger Baum, der robust gegen Mehltau ist und schon bald nach der Pflanzung einen guten Ertrag liefert.

Immergrüne Romantik für Zäune

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Möchte man einen Zaun oder ein Geländer begrünen (eine gute Stabilität ist dabei Voraussetzung), bieten sich verschiedene immergrüne oder halbimmergrüne Kletterpflanzen an: 

–Der panaschierte Kolchische Efeu (Hedera colchica ‘Sulphur Heart’). Efeu ist ein immergrünes, anspruchsloses Gewächs, das im Spätsommer in Dolden blüht und anschliessend Beeren ausbildet. Die Blüten sind eine wichtige Nahrungsquelle für Bienen und andere Insekten, die Beeren werden von Vögeln sehr geschätzt. Efeu mag einen humusreichen, lockeren Boden an einem sonnigen bis halbschattigen Platz.

– Die immergrüne Duft-Waldrebe (Clematis armandii ‘Apple Blossom’, Bild) ist eine gute Wahl für mildere Gegenden. Sie bezaubert mit ihrem ledrigen, rhododendronähnlichen Laub und den sternförmigen rosa-weissen Blüten, die nach Vanille duften und sich zahlreich im Frühling öffnen. Die Waldrebe bevorzugt einen geschützten sonnigen oder halbschattigen Platz und humosen, fruchtbaren Boden.

– Das halbimmergrüne Japanische Geissblatt (Lonicera japonica ‘Halliana’). Die kräftig rankende Pflanze bringt den ganzen Sommer über cremegelbe Blüten hervor, die intensiv duften. Dieses Geissblatt ist pflegeleicht, wird 4 bis 5?m hoch und gedeiht in nahezu jedem Boden (ausser bei Staunässe). 

Bei allen Kletterpflanzen empfiehlt sich ein regelmässiger Schnitt. Tipps: Triebe am Zaun entlang leiten und über einen Bogen ziehen – das romantische Entrée par excellence!