Tipp des Monats

Rückschnitt bei Hibiskus

Der Roseneibisch (Hibiscus rosa-sinensis) ist wärmedürftig und überwintert als Zimmerpflanze am besten im Haus. Einen Rückschnitt verträgt er meist sehr gut. Man kann den Schnitt etwa 2 cm oberhalb der obersten Verzweigung ansetzen. Anschliessend die langen Seitentriebe rechts und links ebenfalls einkürzen. Im Winter ist der Hibiskus anfällig auf Schädlinge, denn diese mögen die warme und trockene Zimmerluft. Am besten besprüht man deshalb die Pflanze regelmässig mit einem Zerstäuber, das sorgt für eine hohe Luftfeuchtigkeit. Die Blätter öfter auf Schädlinge kontrollieren. Sobald Läuse auftauchen, wischt man diese mit einem feuchten Tuch ab. Am besten verwendet man Schmierseifenwasser dazu. Gute Ergebnisse werden auch mit Blattglanzspray aus dem Fachhandel erzielt. Vorsicht: Das Produkt kann Flecken auf dem Boden oder an den Wänden verursachen, deshalb die Pflanze am besten in der Badewanne behandeln oder den Boden mit Zeitungen schützen.

BILD RUTH RUDOLPH, PIXELIO.DE

Pflanzenporträt: Rote Gartenmelde

Eine sehr genügsame, einfach zu vermehrende Pflanze ist die Gartenmelde. Bevor sie vom Spinat verdrängt wurde, war sie ein beliebtes Blattgemüse. Die jungen Blätter sind reich an Kalzium und Vitamin A und können dem Salat beigegeben, gedünstet oder zu Pesto verarbeitet werden. Besonders attraktiv sind die roten Sorten, denn sie setzen bunte Akzente im Gemüsegarten. Die Rote Gartenmelde (Atriplex hortensis ‘Rote Richterswil’, Bild) kann auch zum Färben von Speisen verwendet werden, etwa für pinke Spätzli. Wichtig dabei: Nicht wie bei Bärlauchspätzli einfach die gehackten Blätter in den Teig geben, sondern die Blätter mixen, etwas Wasser hinzugeben, absieben und nur das gefärbte Wasser in den Teig schütten. Andernfalls wird der Teig bräunlich statt pink. Gefällt es der Melde im Garten, wird sie rasch bis zu 2 m hoch und sät sich zuverlässig selbst aus. Dank ihrer intensiven Farbe, die sie schon vom Keimblattstadium an kennzeichnet, kann sie aber auch problemlos erkannt und gejätet werden. Die Aussaat erfolgt möglichst früh, sobald der Boden frostfrei ist.

Walnuss für kleine Gärten

Die Walnuss galt über viele Jahrhunderte hinweg als der unübertroffene Hausbaum. Heute aber sehen wir diese majestätischen Gestalten mit bis zu 15?m Kronendurchmesser seltener in den kleiner gewordenen Gärten. Seit Langem bemühen sich daher Züchter um die Entwicklung kompakter Wuchstypen. ‘Lara’ (Bild) und ‘Europa’ sind Sorten, die auch in kleineren Gärten Platz haben: ‘Lara’ bleibt mit 4 bis 5 m Höhe und etwa 20 bis 25 m2 Platz­bedarf bereits deutlich kompakter als herkömmliche Sorten, während ‘Europa’ mit 3,5 m Höhe und einem Platzbedarf von kaum mehr als 

10 m2 sogar als echter Walnuss-Zwerg durchgeht. Beide Sorten bilden ihre Früchte nicht nur an den Enden der vorjährigen Triebe, sondern auch über die Triebe verteilt und im Bauminneren. An einem sonnigen Platz liefern sie schon nach 2 bis 3 Jahren die ersten Nüsse.

Bezug: Lubera AG, Telefon 081 756 30 33 und www.lubera.com 

BILD WWW.LUBERA.COM

Christrosen recyceln

In den vergangenen Jahren hat ein unglaublicher Christrosen-Boom eingesetzt und die Züchter überbieten sich jedes Jahr mit neuen Sorten. Früher galt die Christrose (Helleborus niger) als kostbare Pflanze, heute ist sie erschwinglicher. Machen sie nach Weihnachten schlapp, landen sie häufig im Kompost. Schade! Sammeln Sie jetzt die alten Christrosen bei Freunden und Bekannten ein und pflanzen Sie sie in den Garten. Um sie vor Kahlfrost zu schützen, lohnt es sich, nach dem Einsetzen ein paar Tannenzweige darüberzulegen. Denn schliesslich kommen die neu gekauften Pflanzen meist aus dem warmen Treibhaus. Zudem mögen Christrosen einen kalkhaltigen Boden. Einige Eierschalen direkt im Pflanzloch wirken Wunder. Auch wenn die wunderschöne Christrose zur Massenware wurde: Sie verdient es, umsorgt zu werden. Die Staude kann nämlich im eigenen Garten mehrere Jahrzehnte alt werden.

Text und Fotos: Ruth Schläppi