HEV Reisen garantiert Kulanz!

Das Reisen hat sich in den letzten Monaten zu einer unsicheren Sache entwickelt. Wie gehen HEV-Reiseveranstalter mit der Situation um, und was wird getan, um den Kunden die nötige Sicherheit zu geben?

Lange wurde hin und her überlegt. Soll die HEV-Reise nun gebucht werden oder nicht? Im Moment steht das Zielland zwar nicht auf der BAG-Liste, aber was ist, wenn das Land wenige Tage vor der Abreise plötzlich mit einer Quarantänepflicht für Einreisende winkt? Diese Situation kennen viele, die aktuell daran denken, eine Reise zu buchen. Im Interview zeigen David Frauch, ACS Reisen AG, und Felix Sandmayr, Atlas Reisen, wie sie als HEV-Reiseveranstalter mit der unsicheren Situation umgehen, und was sie den HEV-Mitgliedern anbieten können.

 

Von April bis Juli wurden keine HEV-Reisen mehr beworben. Seit August werden im Schweizerischen Hauseigentümer wieder Mitglieder- Reisen ausgeschrieben. Wie ist das Echo auf das Reiseangebot nach der Corona-Pause?

David Frauch: Die Nachfrage nach Reisen ist verhalten, aber vorhanden. Viele möchten reisen, und wir haben auch viel positives Feedback zu unserem Hygienekonzept erhalten. Dieses umfasst z. B. den VIP-Service am Flughafen Zürich, Flüge ausschliesslich in der Business-Class mit freiem Nebensitz, garantiert zwei Plätze im Bus und das strenge Überwachen der Hygieneregeln durch unsere Reiseleitung.

Felix Sandmayr: Es sind Buchungen eingegangen. Sicher noch nicht auf dem üblichen Niveau, aber man spürt, dass der Kunde die Lust am Reisen nicht verloren hat.

 

Viele Menschen machen sich beim Thema Reisen Sorgen. Mit welchen Fragen werden Sie am häufigsten konfrontiert?

David Frauch: Zwei Punkte stehen im Vordergrund: ob die Hygieneregeln konsequent umgesetzt werden und ob es kulante Stornobedingungen gibt. Beides ist bei der ACS Reisen AG gewährleistet.

Felix Sandmayr: Die Frage nach der Maskenpflicht taucht immer wieder auf. Muss Maske getragen werden, und, wenn ja, wo? Wir können da aktuell nur auf die im Moment geltenden Regeln verweisen. Die genauen Informationen erhalten unsere Gäste mit den Unterlagen und falls nötig auch nochmals kurz vor der Abreise.

Wir raten zu einer All-in-Versicherung.

Felix Sandmayr, Geschäftsführer von Atlas Reisen

Die ACS-Reisen AG und Atlas Reisen sind Teilnehmer am Garantiefonds der Schweizer Reisebranche. Was bedeutet das für Ihre Kunden?

Felix Sandmayr: Verständlicherweise machen sich die Kunden auch Gedanken über die Sicherheit ihrer Gelder. Im Garantiefonds der Reisebranche sind die Kundengelder versichert. Sollte ein Reisebüro oder ein Veranstalter Konkurs gehen, sind die Gelder versichert. Der Kunde erleidet somit keinen finanziellen Schaden. Das Pauschalreisegesetz verpflichtet die Veranstalter, die Gelder abzusichern. Für uns als Partner des HEV Schweiz ist es selbstverständlich, dass wir auch in diesem Zusammenhang höchste Qualität bieten.

David Frauch: Die einbezahlten Kundengelder sind abgesichert, wie es vom Pauschalreisegesetz verlangt wird.

 

Was raten Sie Ihren Kunden in puncto Versicherung?

Felix Sandmayr: In der aktuellen Situation empfehlen wir eine «All-in Versicherung». Einreisebeschränkungen werden sehr kurzfristig ausgesprochen. Hier übernimmt die Versicherung allfällige Kosten. Wichtig ist, dass das Zielland zum Zeitpunkt der Buchung nicht auf der BAG-Liste zu finden ist.

David Frauch: Die Bedingungen der Versicherungen sind sehr unterschiedlich und wurden in den letzten Monaten teilweise angepasst. Es ist daher ratsam, sich genau zu informieren und die aktuell gültigen Bedingungen zur Hand zu haben.

 

Reisende sollen bei der Planung ihrer Reise auf grosszügige Stornobedingungen achten. Wie stellen Sie sicher, dass Ihre Kunden bestmöglich abgesichert sind?

David Frauch: Wir bieten kulante Stornobedingungen an. Falls eine Region nicht oder nur eingeschränkt bereist werden kann, oder wenn nach der Rückkehr in die Schweiz eine Quarantäne droht, kann die Reise kostenlos annulliert werden.

Felix Sandmayr: Wir bieten sehr kulante Stornobedingungen an. Durch unsere langjährigen Kontakte können wir in dieser Ausnahmesituation auch vor Ort flexibler stornieren. Diesen Vorteil geben wir vollumfänglich an den HEV-Kunden weiter. Kann eine Reise infolge kurzfristiger Einreisesperre oder Ähnlichem nicht angetreten werden, erhält der Kunde den Rechnungsbetrag vollumfänglich zurück.

 

Die Gefahr, sich nach Ankunft im Ferienland bzw. nach der Heimkehr in Quarantäne begeben zu müssen, beunruhigt viele Reisefreudige. Wie gehen Sie als Reiseveranstalter mit dem Problem um?

Felix Sandmayr: Eine Ansteckung kann – egal wo – nie ganz ausgeschlossen werden. Wir achten strikt darauf, dass sämtliche lokalen Vorschriften eingehalten werden und z. B. bei Busfahrten freie Plätze vorhanden sind. Sollte ein Land oder eine Stadt auf die BAG-Liste kommen, wird die Reise annulliert oder abgebrochen. Es würde alles unternommen, um die Gäste noch vor dem vom BAG festgesetzten Termin zurück in die Schweiz zu bringen, damit eine Quarantäne verhindert werden kann.

 

Wir hoffen, dass die Quarantänezeit in den nächsten Wochen verkürzt und / oder durch Tests bei der Rückkehr ersetzt werden kann.

David Frauch, Geschäftsführer der ACS Reisen AG

David Frauch: Wenn nach der Ankunft im Feriengebiet eine Quarantäne notwendig wird, sagen wir die Reise selbstverständlich ab. Wenn bei der Rückkehr in die Schweiz eine Quarantänepflicht besteht, überlassen wir dem Kunden die Entscheidung. Wir hoffen, dass die Quarantänezeit in den nächsten Wochen verkürzt und / oder durch Tests bei der Rückkehr ersetzt werden kann.