• Umgebaut zu einem möglichst hindernisfreien Bad

Umgebaut zu einem möglichst hindernisfreien Bad

25.06.2020

Sicherheit im Bad – Modern, grosszügig und hindernisfrei soll ein Badezimmer sein, in dem man sich sicher und wohl fühlt – besonders dann, wenn die körperliche Beweglichkeit eingeschränkt ist. Tipps für ein hindernisfreies Bad.

Moderne, funktionale Sanitärobjekte ermöglichen einen selbstbestimmten Alltag und Badezimmerbesuch. Wichtig ist dabei, dass die Sanitärobjekte so platziert sind, dass die Badezimmernutzer viel Bewegungsfreiheit haben, um sich alleine oder mit einer Gehhilfe im Bad zu bewegen und sich zu pflegen. Sicherheit und Komfort sind für das Einrichten eines hindernisfreien Bades äusserst relevant.

Die Vorteile eines hindernisfreien Badezimmers werden auch von Personen geschätzt, die keinerlei körperliche Beeinträchtigungen haben. Bei der Investition in das eigene Haus oder die Wohnung lohnt es sich deshalb, schon früh an den im Alter wünschenswerten Wohnkomfort und die nötige Funktionalität zu denken. Grundsätzlich gilt: Ein hindernisfreies Bad steigert auch den Wert der Immobilie.

 

Vor dem Umbau: Fliesen, die schwierig zu reinigen waren, ein rutschiger Boden und eine hohe Schwelle bei der Dusche, die den Ein- und Ausstieg erschwerte.

So wird das Bad altersgerecht und hindernisfrei

In einem hindernisfreien Bad sorgt Freiraum zwischen den sanitären Objekten für Sicherheit und Komfort – auch dann, wenn man sich mit einer Gehhilfe oder einem Rollstuhl bewegt. Eine Schiebe- oder Drehtür ohne Schwellen macht den Gang oder die Fahrt ins Bad barrierefrei und spart Platz. Halte- und Stützgriffe erleichtern den Toilettenbesuch sowie den Ein- und Ausstieg bei Dusche oder Badewanne.

Besteht beispielsweise aus bautechnischen Gründen keine Möglichkeit, die vorhandene Wanne mit einer barrierefreien Dusche zu ersetzen, kann die alte Badewanne mit einem Seniorenmodell ausgetauscht werden. Dieses gibt es mit Sitz und/oder Türe zum einfachen Ein- und Ausstieg und für bequemes Duschen. 

Der Waschtisch sollte unterfahrbar sein und genügend Ablagefläche bieten, so dass man sich nicht für jeden Handgriff bewegen muss. Für Rollstuhlfahrer sind niedrig angebrachte Spiegel und Schränke von Vorteil.

Das Hinsetzen und Aufstehen fällt einem leichter, wenn auch das WC in der Höhe variabel ist. Praktisch ist auch ein WC mit integrierter Dusche und Föhn. Die Intimpflege wird damit für Personen mit Handicap einfacher. Entsprechende Aufsätze für die Toilette lassen sich nachrüsten.

 

Neue Badewanne mit Haltegriff. Für in der Beweglichkeit eingeschränkte Personen kann zudem eine Badewannentür oder Sitzmöglichkeit ratsam sein. Die neue bodenebene Dusche. (v.l.n.r.)

So wird das Bad sicher

Das Badezimmer birgt verschiedene Risiken für Bewohner mit eingeschränkter Mobilität. Neben der Stolpergefahr an der Türschwelle besteht auch eine Rutschgefahr auf dem glatten Boden sowie in der Dusch- oder Badewanne. Entgegengewirkt werden kann hier mit schwellenlosen Türen und rutschhemmenden Bodenbelägen.

Damit man sich beim Öffnen der Wasserhähne nicht am heissen Wasser verbrüht, sollte eine Temperaturbegrenzung möglich sein. Ratsam sind zudem Einhebelmischer, die sich komfortabel bedienen lassen, wenn die Körperkraft nachlässt.

So wird das Bad pflegeleicht

Wem die tägliche Nutzung von Bad und WC schwerfällt, dem macht das Putzen des Bades erst recht Schwierigkeiten. Besitzt man dann noch eines der weit verbreiteten Bäder mit verfugten Fliesen, wird Schimmel schnell zu einem Problem. Schimmel ist nicht nur unschön anzusehen, sondern belastet auch die Gesundheit.

Dem Schimmelbefall kann man mit komplett geschlossenen Duschkabinen vorbeugen. Die homogenen Oberflächen der Kabinen sind aus Kunststoff oder Glas und lassen sich viel leichter reinigen als verfugte Fliesen. Auch spezielle Wandelemente in verschiedenen Designs machen das Bad fugenlos und wirken so der Verbreitung von Schimmel entgegen.

Tipps für mehr Sicherheit im Bad

  • Ersetzen Sie eine Badewanne oder Dusche mit hohem Einstieg durch eine ebenerdige Dusche. Das erleichtert Ihnen die tägliche Körperpflege.
  • Rutschhemmende Bodenbeläge im Badezimmer und in der Dusche verringern die Sturzgefahr und erhöhen den Komfort.
  • Ausreichend Freiraum zwischen den sanitären Objekten sorgt für optimale Bewegungsfreiheit im Badezimmer – auch mit Rollstuhl oder Gehhilfe.
  • Halte- und Stützgriffe erleichtern den Toilettenbesuch sowie den Ein- und Ausstieg in die Dusche oder Badewanne.