• Tipps für eine Vermietung ohne Sorgen

Tipps für eine Vermietung ohne Sorgen

10.06.2021

Immobilienbewirtschaftung – Die Homeoffice-Pflicht schafft neue Möglichkeiten für Sie als Vermieter. Mit diesen einfachen Massnahmen finden Sie den richtigen Mieter und sorgen für eine reibungslose Abwicklung.

Überlegen Sie, ein Büro oder Ihre Einliegerwohnung zu vermieten? Da ist viel Vertrauen gefragt. Oft ist die Begegnung mit dem Mieter kurz und nur eine Momentaufnahme. Probleme treten meist erst auf, wenn die Liegenschaft bereits bezogen ist. Daher lohnt es sich, bereits im Vorfeld eine möglichst klare Ausgangslage zu schaffen, um anschliessende Diskussionen zu vermeiden. Mit diesen vier Massnahmen sind Sie gut vorbereitet:

1. Prüfen Sie den zukünftigen Mieter genau

Lassen Sie alle Interessierten ein Anmeldeformular ausfüllen. So haben Sie alle nötigen Angaben und können Ihren Mieter auf verschiedenen Kanälen kontaktieren. Wichtig ist unter anderem der Zivilstand. Ist der Mieter verheiratet und wird die Wohnung auch durch den Ehepartner bewohnt, muss beispielsweise eine Kündigung seitens Vermieter beiden Ehegatten (unabhängig davon, ob beide Mieter sind) separat zugestellt werden. Bestehen Sie zudem auf einen aktuellen Betreibungsregisterauszug, allenfalls auch von den früheren Wohnorten. Ist der Interessent damit einverstanden, holen Sie beim Arbeitgeber und beim bisherigen Vermieter Auskünfte ein über das Arbeitsverhältnis (gekündigt/ungekündigt), die Bestätigung der ungefähren Lohnhöhe, die Zahlungsmoral, allfällige Abmahnungen etc.

2. Schliessen Sie schriftlich einen detaillierten Mietvertrag ab

Für den Mietvertrag gibt es keine Formvorschriften. Für die Beweisbarkeit und bei Streitfällen empfiehlt sich jedoch die Schriftlichkeit. Lassen Sie den Mieter den Vertrag als erster unterschreiben. Ansonsten sind Sie für längere Zeit in der Vermietung verhindert, falls der Mieter den Vertrag nicht zurücksendet. Weisen Sie im Vertrag die Nebenkosten deutlich aus. Nebenkosten sind nur geschuldet, wenn diese vereinbart wurden. Folglich muss jede einzelne Abrechnungsposition im Mietvertrag separat erwähnt werden, Sammelbegriffe sind nicht erlaubt. Seien Sie auch vorsichtig bei der Angabe von Quadratmetern. Gibt es eine grössere Abweichung zwischen Vertrag und Objekt zu Ungunsten des Mieters, hat dieser einen Anspruch auf Mietzinsreduktion.

3. Verlangen Sie ein Mietzinsdepot 

Diese Sicherheitsleistung dient Ihnen als Vermieter, um allfällige Mietzinsausfälle oder übrige Forderungen (z. B. Mieterschäden /Nebenkostennachforderungen) zu decken. Wird die Kaution in Geld geleistet, muss sie auf ein Sparkonto, lautend auf den Mieter, bei einer Bank eingezahlt werden. Übergeben Sie die Hausschlüssel erst, wenn die Kaution einbezahlt wurde. Hat der Mieter das Objekt bezogen, ist es umständlich, diese noch einzufordern.

4. Erstellen Sie ein Wohnungsübergabeprotokoll

Als Vermieter müssen Sie beweisen können, dass Sie das Objekt ordnungsgemäss übergeben haben. Dazu dient das Wohnungsübergabeprotokoll, welches den Zustand der Wohnung und alle Mängel festhält. Das Dokument wird von beiden Parteien unterschrieben. Damit bestätigt der einziehende Mieter, dass sich die Wohnung in vertragsgemässem Zustand befindet. Bei Auszug des Mieters wird ein zweites Protokoll erstellt. So wird deutlich, welche Schäden während der Mietzeit entstanden sind.

Mit diesen vier einfachen Massnahmen sind Sie gut vorbereitet, um die Vermietung Ihrer Immobilie anzugehen. Falls Sie weitere Informationen dazu wünschen oder sich gerne weiterbilden möchten, bieten «WISS Schulen für Wirtschaft Informatik Immobilien» (ehemals KS Kaderschulen) in Zusammenarbeit mit dem Hauseigentümerverband Schweiz passende Sachbearbeiterkurse an.

Quelle: WISS.CH, Patrizia Hort, Immobilienbewirtschafterin

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