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Gassi gehen: Weniger ist manchmal mehr

26.11.2020

Ich lebe allein und werde in nächster Zeit aus gesundheitlichen Gründen auf lange Spaziergänge mit meiner 9-jährigen Hündin verzichten müssen. Sollte ich sie für diese Zeit besser weggeben?

Die Angst, seinem Vierbeiner nicht die nötige Bewegung und Auslastung bieten zu können, sitzt bei vielen Hundehaltern tief. Das hat in der Vergangenheit dazu geführt, dass viele Hunde eher über- als unterfordert wurden.

Zu diesem Thema konnten in den letzten Jahren diverse Verhaltensstudien mit verwilderten Haushunden durchgeführt werden. Man wollte sehen, wie diese Tiere leben, wenn sie ihren Tagesablauf selbst bestimmen können.

Die Studien haben gezeigt, dass die Hunde durchschnittlich 18 – 20 Stunden am Tag ruhen. Das heisst, sie schlafen, dösen, entspannen, tun nichts. Etwas mehr als eine Stunde sind sie im allerweitesten Sinn mit Futtersuche und Fressen beschäftigt. Rund zweieinhalb Stunden sind für Gruppenkuscheln, soziales Miteinander und ähnliches vorgesehen. Spaziergänge gehören auch zum Alltag. Dabei schlendern(!) sie durchs Gebiet, lauschen, schnüffeln, pinkeln und scharren.

Wenn Sie also in nächster Zeit nur kleine Runden mit Ihrer Hündin in Angriff nehmen können, machen Sie daraus spannende «Draussenzeit». Es zählt die Qualität, nicht die Quantität. Bauen Sie die Futtersuche mit ein. Gehen Sie gemeinsam auf kleine Entdeckungstouren. Geniessen Sie aber vor allem ganz bewusst die gemeinsame, ruhige, entspannte Zeit. Denn wenn es nach unseren Hunden ginge, würden sie solche Momente viel öfter erleben wollen.

Text Heidi Randegger


Verein Mensch und Tier im Glück

Der Verein «Mensch und Tier im Glück» ist auf die Hilfe von Freiwilligen angewiesen. Unterstützen kann man den Verein in ganz unterschiedlichen Bereichen:

  • Tierbetreuung: Hier zählen Sozialkompetenz, Geduld, Empathie, Zuverlässigkeit und Verschwiegenheit.
  • Pflegeplatz: Seriöse Pflegeplätze werden immer wieder benötigt. Sie betreuen – oft auch kurzfristig – ein Tier für eine bestimmte Zeit im privaten Rahmen. Auch hier ist ein verantwortungs-, liebevoller und tiergerechter Umgang Grundvoraussetzung.
  • Botschafter: Auch ausserhalb des Pflege- und Betreuungsbereichs gibt es Möglichkeiten, sich zu engagieren. Als Botschafter helfen Sie beispielsweise mit, den Verein bekannter zu machen oder wirken beim Auf- und Ausbau der Organisation mit.

Möchten Sie den Verein als Tierbetreuer, Pflegeplatz-Anbieter oder Botschafter unterstützen? Dann melden Sie sich telefonisch, per Mail oder per Post bei Heidi Randegger:

Tel.: 044 701 10 00

Es ist in Ordnung, wenn Sie Ihren Hund eine Weile nicht so ausgiebig ausführen können, wie er es sich gewohnt ist. BILD ANDREA – STOCK.ADOBE.COM