• Die Kochfelder von heute lassen nichts anbrennen

Die Kochfelder von heute lassen nichts anbrennen

29.08.2019 TOBIAS CHI, Journalist, Zürich

Küche – Längst haben die Vorzüge der Digitalisierung ihren Weg in die Küche gefunden. Moderne Kochfelder sehen elegant aus und setzen auf Flexibilität.

Kochen ist eine anspruchsvolle Tätigkeit. Erwartet man Gäste und hat einen aufwendigen Mehrgänger geplant, sollte man sich gut vorbereiten. Wenn alles eingekauft ist, das Gemüse gerüstet, das Fleisch mariniert und der Gratin bereit für den Ofen, hat man schon einen guten Teil geschafft. Doch gerade in der Abschlussphase, in der man an vieles gleichzeitig denken muss, um alles im richtigen Moment zu servieren, kann einiges schiefgehen.

Hier darf man auf die Unterstützung moderner Küchenassistenten zählen. Längst haben die Vorzüge der Digitalisierung Einzug in die Küche gehalten. Die «SenseCook»-Serie von Electrolux zum Beispiel steht für eine neue Generation von Kochfeldern. Was auch immer man zubereiten möchte – ein Steak, eine Sauce oder Pasta: Der integrierte «Vario- Guide» unterstützt einen Schritt für Schritt. Wählt man über den Touchscreen das entsprechende Gericht und als Zubereitungsart etwa «Sous Vide», teilt einem der digitale Sous- Chef mit, wann das Wasser heiss genug ist, um den Vakuumierbeutel in den Topf zu geben, und wann es Zeit ist, ihn wieder herauszunehmen. Das System verfügt über ein Speisethermometer, das am Topfinnenrand befestigt wird und während des ganzen Prozesses via Wireless mit dem Kochfeld kommuniziert.

Dank der Schritt-für-Schritt-Unterstützung des Bauknecht-Systems kann auch im hektischen Alltag nichts anbrennen. BILD BAUKNECHT

Immer die richtige Temperatur

Mit dem «SenseBoil»-Kochfeld aus derselben Serie kocht garantiert nichts mehr über: Ein unter der Glasplatte installierter Sensor erkennt aufsteigende Luftblasen und reduziert die Temperatur automatisch. Der «SenseFry»-Bratsensor sorgt dafür, dass das Entrecôte, die Crêpe oder das Risotto nicht anbrennen. Denn wählt man über den Touchscreen das entsprechende Gericht aus, sorgt der Assistent automatisch für die richtige Kochstufe. Auch hier ist unter der Glasplatte ein Sensor angebracht, der für die optimale Brattemperatur und -dauer sorgt. Natürlich lassen sich die Kochstufen nach Belieben anpassen, so dass weiterhin für Individualität und Flexibilität in der Küche gesorgt ist.

Auch bei der neuen Kochfeld-Generation von Miele (KM 7000) heisst das Schlüsselwort Flexibilität. Weil jede Kochsituation anders ist, hat der Hersteller eine Kochfläche entwickelt, die sich der jeweiligen Situation anpasst. Je nach Rezept, Anzahl Gäste oder auch persönlichen Vorlieben können bis zu sechs Töpfe oder Pfannen gleichzeitig auf dem Vollflächen-Induktionskochfeld platziert werden. Diese lassen sich auf der ganzen Fläche verteilen und nach Belieben verschieben. Dank einer neuen smarten Steuerung «merkt» sich das System, wo sich welches Kochgeschirr befindet. Platziert man etwa einen weiteren Topf auf dem Feld, erscheint daneben eine Zahlenreihe, über die sich per Fingerdruck die Temperatur einstellen lässt. Verschiebt man diesen Topf an eine andere Stelle, wandert die Zahlenreihe automatisch mit. Damit passt sich die Kochzone dem Koch an und nicht umgekehrt.

Aufgrund eines neuen Bedruckungsverfahrens gleitet das Kochgeschirr sanft und lautlos über die Fläche. Die Vollflächen-Induktionskochfelder kommen in edlem und puristischem Design daher und sind in verschiedenen Grössen erhältlich.

Die neue Miele-Kochfeld- Generation erkennt, wo sich der Topf gerade befindet. BILD MIELE

Erlebnis wie im japanischen Restaurant

Auf ein ähnliches Konzept setzt V-Zug bei seinem «FullFlex»-Kochfeld. Auch hier wird auf vorgegebene Kochzonen verzichtet. 48 unter der Fläche angebrachte Induktoren erkennen automatisch Position und Grösse des Kochgeschirrs. Bis zu sechs Töpfe und Pfannen lassen sich ganz nach Gusto der Köchin oder des Kochs platzieren und dank der Memory-Funktion herumschieben. Darüber hinaus verfügt das Kochfeld über ein grosszügiges Farbdisplay, das sich ebenfalls per Fingerdruck bedienen lässt und alle Informationen übersichtlich darstellt.

In Anlehnung an die Erlebnisse in japanischen Restaurants, wo der Koch das Gericht auf einer heissen Platte unmittelbar am Tisch der Gäste zubereitet, wartet das «FullFlex»- Kochfeld mit einer sogenannten Teppan-Yaki-Funktion auf. Platziert man die entsprechende Teppan-Yaki- Platte auf dem Feld, schaltet sich automatisch die dazugehörige Funktion ein. Die Platte kann sogar in zwei verschiedene Kochzonen unterteilt werden.

Das «aktiveLight»-Kochfeld von Siemens setzt auf ein elegantes, puristisches Design. BILD SIEMENS

Inspiriert von Profi-Herden

Das «aktiveLight»-Kochfeld von Siemens gleicht einer schwarzen, spiegelglatten Fläche, die erst zum Leben erwacht, wenn man mit dem Kochen beginnt. Auf eine Bedruckung wurde ganz verzichtet, was das dunkle Kochfeld minimalistisch und elegant erscheinen lässt. In Gebrauch erscheint die puristisch gehaltene Anzeige, die einzelnen Kochzonen sind durch dünne blaue Linien angedeutet. Auch hier können Töpfe und Pfannen beliebig platziert und beim Kochen hin- und hergeschoben werden.

Der sogenannte «powerMove Plus»- Modus wurde von Profi-Herden inspiriert und teilt das gesamte Kochfeld in drei unterschiedlich heisse Zonen ein. Durch Vor- und Zurückschieben von Kochgeschirr in die verschiedenen Bereiche lässt sich die Temperatur in Sekundenschnelle heben oder senken.

Die «SenseCook»-Serie von Electrolux passt sich den Bedürfnissen des Kochs an. BILD ELECTROLUX

63 Kochkombinationen

Wer sich für die Induktionskochfelder von Bauknecht entscheidet, erhält einen unsichtbaren Küchenassistenten an die Seite gestellt. Dieser bietet der Küchenchefin oder dem Küchenchef 63 beliebte Kochkombinationen mit Schritt-für-Schritt-Anleitungen, die über das intuitive Touch- Display abgerufen und gesteuert werden können. Das Sensorsystem überwacht den Kochvorgang und wählt stets die richtige Temperatur und Garzeit aus. Das Feld kann entweder in bis zu acht Kochzonen unterteilt oder aber als einzige Fläche genutzt werden, auf der sich wiederum Kochgeschirr nach Belieben herumschieben lässt. Für sein intelligentes System wurde Bauknecht in den Kriterien «Bedienkomfort, Innovationen, Produktnutzen und Design» mit einem Konsumentenpreis ausgezeichnet.