• Ausbau neuer Glasfasertechnologien

Ausbau neuer Glasfasertechnologien

29.03.2018 SAID RASSOULI, Senior Communication Consultant IT, Network & Infrastructure bei Swisscom

Dank hoher Investitionen von Swisscom steht der Bevölkerung und der Wirtschaft in der ganzen Schweiz eine innovative und nachhaltige Telekommunikationsinfrastruktur zur Verfügung. Bereits heute gibt es in zahlreichen Gemeinden ultraschnelles Internet – und laufend schliessen sich neue an. Bis Ende 2021 können neun von zehn Einwohnern Glasfasertechnologien nutzen.

Der Anschluss an die digitale Welt ist für einen Grossteil der Bevölkerung schlicht unverzichtbar. Ein leistungsstarkes Telekommunikationsnetz gehört deshalb heute zu den zentralen Infrastrukturen im Standortwettbewerb. Mit ihren hohen Investitionen von jährlich 1,7 Milliarden Franken in die IT und Infrastruktur leistet Swisscom einen wesentlichen Beitrag zur Standortattraktivität des ganzen Landes.

Schweizweit einmaliger Plan

Swisscom hat sich zum Ziel gesetzt, bis Ende 2021 neue Glasfasertechnologien in jeder Schweizer Gemeinde auszubauen. Der Ausbauplan umfasst sowohl urbane als auch ländliche Gebiete. Neun von zehn Einwohnern profitieren dadurch von einer Bandbreite zwischen 80 und 1000 Mbit/s. Bereits 80 Mbit/s reichen aus, um beispielsweise acht Swisscom-TV-HD-Sender gleichzeitig zu schauen, einen HD-Kinofilm in etwas mehr als einer Minute oder ein komplettes Musikalbum in zehn Sekunden herunterzuladen.

Die neuen Glasfasertechnologien liefern eine enorme Leistung, die noch auf Jahre hinaus die wachsenden Bedürfnisse der Gesellschaft und Wirtschaft abdeckt. Sie sind zudem modular aufgebaut und ausbaufähig. Bei Bedarf kann die bereits vorhandene Glasfaser rasch ausgebaut und die Leistung damit gesteigert werden.

Doch nicht allein der Anschluss ist wichtig. Entscheidend ist auch, wie sich Provider wie Swisscom an die globalen Netze anschliessen und in ihren eigenen Netzen dafür sorgen, dass ein Dienst mit der bestmöglichen Leistung läuft. So erhalten Swisscom- Kunden ausserordentlich gute Leistungen bei der Nutzung von TVund Video-Diensten wie Swisscom TV, YouTube oder Netflix.

Der Ausbau von Glasfasertechnologien kommt auch anderen Anbietern zugute. So profitieren etwa Sunrise oder green.ch, die das Swisscom- Netz nutzen, direkt von der Leistungssteigerung. Kunden haben damit die Wahl zwischen verschiedenen Angeboten.

Verschiedene Glasfasertechnologien

Unterschiedliche Glasfasertechnologien erlauben es Swisscom, beim Ausbau des Netzes auf die regionalen Gegebenheiten einzugehen. Eines haben alle Technologien gemeinsam – sie basieren auf Glasfasern. Eine Übersicht:

1. Fibre to the Home (FTTH) Die Glasfasern werden bis zur Steckdose in der Wohnung gezogen. Mit dieser Technologie ist heute eine maximale Bandbreite von 1000 Mbit / s möglich. Der Ausbau dieser Technologie erfolgt in der Regel in Zusammenarbeit mit einem lokalen Kooperationspartner – in Zürich beispielsweise mit der EWZ. Um die Installation auszuführen, benötigt Swisscom Zugang bis zur Steckdose in der Wohnung oder dem Geschäft. Dafür wird zwischen dem Eigentümer und Swisscom oder dem Kooperationspartner ein Vertrag abgeschlossen, der zwischen dem HEV Schweiz und der Branche ausgehandelt wurde (HEV-Mustervertrag). Der HEV-Mustervertrag gilt nur für die Erschliessung bestehender Bauten und nicht für Neubauten. Bei Neubauten kommt Swisscom oder einer der Kooperationspartner für die Gebäudeerschliessungskosten auf. Die Kosten für die sogenannte Steigzonenerschliessung (vertikale Erschliessung innerhalb des Gebäudes) hat der Eigentümer zu übernehmen. Handelt es sich um die Ersterschliessung einer bestehenden Baute, werden die Kosten der gesamten Erschliessung von Swisscom oder einem der Kooperationspartner getragen. Entscheidet sich der Eigentümer gegen die Ersterschliessung, trägt dieser die Erschliessungskosten zu einem späteren Zeitpunkt selbst.

2. Fibre to the Building (FTTB) Bei Liegenschaften ab zwölf Nutzungseinheiten werden die Glasfasern bis in den Keller gezogen. Für die restliche Strecke werden die bestehenden Kupferleitungen genutzt. Mit dieser Technologie ist eine maximale Bandbreite von 500 Mbit/s möglich. Um die Installation auszuführen, benötigt Swisscom Zugang zum Keller der Liegenschaft. Dafür wird zwischen dem Eigentümer und Swisscom ein Vertrag abgeschlossen, der sich vom HEV-Mustervertrag unterscheidet. Swisscom übernimmt die Kosten der Gebäudeerschliessung. Eine Steigzonenerschliessung findet bei FTTB nicht statt. 

3. Fibre to the Street (FTTS) Die Glasfasern werden bis kurz vor die Liegenschaft gezogen. Für die restliche Strecke werden die bestehenden Kupferleitungen genutzt. Mit dieser Technologie ist eine maximale Bandbreite von 500 Mbit / s möglich. In der Liegenschaft sind keine Änderungen an der Installation nötig.

4. Fibre to the Curb (FTTC) Die Glasfasern werden bis ins Quartier gezogen. Für die restliche Strecke werden die bestehenden Kupferleitungen genutzt. Mit dieser Technologie ist eine maximale Bandbreite von 100 Mbit/s möglich. In der Liegenschaft sind keine Änderungen an der Installation nötig.

WEITERE INFOS

Internetleistung am eigenen Standort überprüfen unter: www.swisscom.ch/checker 

Mehr Informationen zum Swisscom- Netzbau unter: www.swisscom.ch/netz 

Informationen zur Hauserschliessung unter: www.swisscom.ch/hausanschluss