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  • Alle Jahre wieder – schützen Sie sich vor einem Einbruch!

Alle Jahre wieder – schützen Sie sich vor einem Einbruch!

04.11.2021 MLaw Stéphanie Bartholdi, Juristin beim HEV Schweiz

Mit Ende Oktober gilt die Winterzeit und damit rücken auch Dämmerungseinbrüche wieder in den Fokus. Das durch Film- und Fernsehen geprägte Bild vom schwarzgekleideten Dieb, der auf Beutezug geht, ist meist falsch. Einbrecher kleiden sich unauffällig und verwenden Werkzeug, das sich leicht transportieren und vor neugierigen Blicken verstecken lässt.

Lautlos und schnell

Einbrecher wollen möglichst schnell, unauffällig und leise ihr Werk verrichten. Aus diesem Grund werden meist einfache Hebelwerkzeuge wie zum Beispiel ein Schraubenzieher zur Verübung des Einbruchs gewählt.

Einbruchsrisiko senken

Einbrüche lassen sich zwar nicht ganz verhindern, durch einfache Massnahmen und Verhaltensweisen aber merklich senken. Bewohner sollten Schwachstellen an Türen und Fenster beseitigen, denn ohne Zusatzsicherungen lassen sich diese mit einem Schraubenzieher erstaunlich einfach aufhebeln. Türen mit Mehrpunkteverriegelungen lassen sich nicht so einfach aushebeln und eine gute Schliessanlage verhindert, dass das Schloss im Nu aufgebrochen wird. Weiter sollten auch Lichtschächte mit stabilen Gittern versehen und allfällige Nebenräume (wie Keller und Garagen) in die Sicherheitsplanung miteinbezogen werden. Fenster werden zumeist an ihren Schwachstellen aufgedrückt und sollten daher mit abschliessbaren Fenstergriffen versehen werden. Lassen sie die Fenster auch nicht gekippt oder angelehnt. Ein gekipptes Fenster bietet keinen Einbruchschutz und kann im Handumdrehen geöffnet werden. Einbruchsprävention fängt beim eigenen Verhalten an. Vorhänge und Fensterläden verhindern das Beobachten des Tagesrhythmus. Für potenzielle Einbrecher sollte eine Abwesenheit nicht leicht zu erkennen sein. Ein weiterer wichtiger Eckpfeiler der Prävention ist die Beleuchtung der Liegenschaft. Ein Timer, der in unregelmässigen Abständen das Licht einschaltet oder ein TV-Simulator lassen das Zuhause bewohnt wirken. Nicht zu unter-schätzen ist zudem eine gute Nachbarschaft. Sie stellt eine weitere effektive Hürde gegen Einbrüche dar. Informieren Sie daher Ihre Nachbarn über ihre Abwesenheit und halten Sie sich gegenseitig über merkwürdige Beobachtungen auf dem Laufenden. Bei längeren Abwesenheiten kann es sinnvoll sein, wenn ein Nachbar regelmässig den Briefkasten leert und das Zuhause kontrolliert. Denn nebst dem materiellen Verlust bleibt oft auch das schlechte Gefühl zurück. Meist dauert es lange, bis sich die Bewohner in ihrem Zuhause wieder wohl und sicher fühlen.

Zusammengefasst

Meist genügen bereits einfache Vorkehrungen und Verhaltensweisen, um Diebe abzuhalten.

  • Alle Türen und Fenster – auch Oberlichter und Kellerzugänge– abschliessen
  • Das Zuhause bewohnt wirken lassen (z.B. durch TV-Simulator)
  • Nachbarn über die Abwesenheit informieren
  • Keine Mitteilung auf dem Anrufbeantworter oder in Social Media (z.B. Facebook) hinterlassen
  • Briefkasten regelmässig leeren oder Post zurückbehalten/umleiten lassen
  • Keine Reserveschlüssel an einer einfach zugänglichen Stelle hinterlegen
  • Bei verdächtigen Vorkommnissen sofort die Polizei verständigen

Nützliches zum Thema finden Sie online unter: https://www.hev-schweiz.ch/wohnen/sicherheit/einbruchschutz/ oder auf den Websiten der Schweizerischen Kriminalpräventionsstelle unter https://www.skppsc.ch/de/themen/einbruch/ und dem Verein Sicheres Wohnen Schweiz unter https://www.sicheres-wohnen-schweiz.ch/ mit wichtigen Tipps und einer Informationsbroschüre zum Downloaden.