Tipp des Monats

Blaues Blütenwunder

Hortensien

Im Juli und August haben Hortensien ihren grossen Auftritt – zu einer Zeit also, in der viele andere Sträucher schon verblüht sind. Während des Hauptwachstums im Mai und Juni brauchen Hortensien die meisten Nährstoffe. Sinnvoll ist es daher, im Frühling Langzeitdünger zu verabreichen, der drei bis vier Monate anhält. Im Handel ist auch ein spezieller, meist flüssiger Hortensiendünger erhältlich, den man ab Mai alle zwei bis drei Wochen ins Giesswasser gibt. Ab August werden die Nährstoffgaben eingestellt, sonst werden die Sträucher frostanfällig. Bei längeren Trockenperioden benötigen Hortensien viel Wasser, denn sie schätzen gleichmässig feuchte Erde. Dann ist eine morgendliche und abendliche Wassergabe gefragt, Staunässe sollte aber vermieden werden. Blaublühende Hortensien giesst man am besten mit kalkfreiem Regenwasser, damit der niedrige pH-Wert von 4 bis 4,5 erhalten bleibt. Zusäzlich sollten die blauen Blütenwunder mit «Hortensienblau» (www.hauert.com) versorgt werden.

Zucchetti entlauben

Zuccetti

Bis Juli entwickeln sich Zucchetti zu wuchtigen Pflanzen mit dichtem Blattwerk. An der Triebspitze bilden sich fortlaufend neue Blätter und Blüten, die Pflanzen beanspruchen immer mehr Raum und werden beim Ernten immer unübersichtlicher. Jetzt zeigt sich an den älteren Blättern meist auch der erste Befall mit den typischen weissen Flecken von Echtem Mehltau. Eine einfache, aber wirkungsvolle Pflegemassnahme schafft hier Abhilfe: Mit einer Rebschere oder einem scharfen Messer werden die alten Blätter vom Wurzelansatz her weggeschnitten. Nur die jüngeren und gesunden Blätter bei den Fruchtansätzen bleiben stehen. Ein solcher Schnitt macht die Pflanzen übersichtlicher und fördert die Entwicklung von neuen Blüten und Blättern an der Triebspitze. Zugleich wird die Ausbreitung von Echtem Mehltaus gebremst. Bei wüchsigen Zucchettipflanzen kann das Entlauben bis zum Herbst mehrmals wiederholt werden.

Schnitt nach der Ernte

Sommerschnitt

Nach der Ernte von Stachel- und Johannisbeeren, Kirschen oder Pflaumen ist der günstigste Zeitpunkt, um den Sommerschnitt durchzuführen. Der wird beim Steinobst sogar bevorzugt, weil die Schnittwunden im Sommer rascher verwachsen, und das ist bei einigen stark von Pilzkrankheiten bedrohten Obstarten ein entscheidender Faktor. Bei der ‘Schattenmorelle’ etwa und anderen Sauerkirschsorten schneidet man die abgetragenen Zweige auf kräftige Knospen zurück, damit sich dort wieder fruchttragendes einjähriges Holz bildet. Bei den übrigen Steinobstarten aber wird deutlich zurückhaltender geschnitten als beim Apfel. Übrigens: Nicht wenige Fachleute empfehlen, jetzt auch beim Kernobst Schnittmassnahmen durchzuführen.

Insektenmagnet

Caryopteris

Die Bartblume (Caryopteris x clandonensis, im Bild die panaschierte Sorte ‘White Surprise’) ist ein anspruchsloser sommergrüner Halbstrauch. Die leuchtend blauen Blüten öffnen sich vom Sommer bis zum Herbst. Die Bartblume gedeiht gut auf leichtem, gut durchlässigem Boden in der Sonne. Ein starker Rückschnitt im Frühling hält den Strauch kompakt. Hummeln, Bienen und Taubenschwänzchen sind ganz wild auf diese Blüten, an deren Nektar sie sich mit ihren langen Saugröhren laben.

Text Eva Rosenfelder, Fotos Stefan Eggenberg, Andrea De Micheli, Erwin Jörg, Bettina Häfliger