Tipp des Monats

 

Marienkäfer im Winterquartier

Beim Entfernen von Fliegengittern und beim Säubern von Rollladenkästen oder Gartenhäuschen entdeckt man oftmals überwinternde Marienkäfer. Dabei handelt es sich meist um heimische Zweipunkt-Marienkäfer oder asiatische Harlekin-Käfer (Bild). Sie nisten sich in Ritzen und Spalten ein, um dort gut geschützt den Winter zu überstehen. Stört man sie dabei, fallen sie starr vor Kälte zu Boden. Was tun? Am besten sucht man gleich ein Ersatz-Winterquartier. Dieses sollte trocken, kühl und sicher vor weiteren Störungen sein. Eine kleine Kiste, die man mit Holzwolle oder Pflanzenstängeln füllt, wäre das passende Insekten-Hotel. Platziert man den Unterschlupf auf der Ostseite des Hauses unter dem Vordach oder auf dem Balkon, werden die Käfer nicht zu früh im Jahr wieder aktiv.

Südfrüchte zur Weihnachtszeit

Limetten sind nicht nur kleiner als die besser bekannten Zitronen. Sie bleiben länger grün und schmecken noch saurer, aber auch etwas würziger als ihre grossen Schwestern. Beerenspezialist Häberli hat gleich vier Citrus-Gewächse ins Sortiment genommen, deren Früchte als Limetten zu bezeichnen sind: Die Sorte ‘Messicana’ (Bild) von Citrus limetta zeichnet sich durch sehr saftige und dekorative Früchte aus. Eher rundlich sind die Früchte der aus Indien stammenden C. aurantifolia ‘Palestina’. Beide eignen sich gut für Caipirinhas, ebenso C. latifolia ‘Tahiti’. Letztere trägt grosse Früchte, die sehr saft­reich sind. Davon hebt sich die Kaffir-Limette (C. hystrix) mit ihren runzligen, birnenförmigen Früchten ab. Ihre glänzenden Blätter werden in der asiatischen Küche ähnlich wie unser Lorbeer verwendet. Genau wie die Früchte bleiben auch die Limetten-Pflanzen etwas kleiner als Zitronen-Gewächse und andere Citrus-Arten. Zudem sind sie eher noch wärmebedürftiger und blühen nicht ganzjährig, sondern nur im Sommer.

Bunter Bambus

Himmelsbambus (Nandina domestica) hat mit dem Bambus nur den Namen gemeinsam. Der farbenfrohe, immergrüne Strauch gehört zur Familie der Berberitzen. Er kommt ursprünglich aus Asien und wird bei uns vor allem aufgrund seines attraktiven Laubs geschätzt, das im den Winter und während des Austriebs rötlich überhaucht ist. Im Sommer schmückt sich Nandina domestica mit feinen Rispen sternförmiger Blüten, woraus sich später rote Früchte ent­wickeln. Die Sorte ‘Fire Power’ (Bild) bleibt mit einer Höhe von 0,5?m kompakt und eignet sich gut für kleine Gärten. Da Himmelsbambus wärmeliebend ist und keinen Dauerfrost verträgt, ist ein geschützter, sonniger Platz (etwa vor einer Südwand) mit feuchtem, gut durchlässigem Boden ideal. Tipp: Ein leichter Rückschnitt im Frühjahr hält den Strauch dicht und buschig.

Würziger Wintergruss

Während der kalten Jahreszeit ist zwar die Gewürzernte eher klein, dafür aber umso schmackhafter. Von Winterbohnenkraut etwa können jetzt noch Zweige für schmack­hafte Suppen und Eintöpfe geschnitten werden. Die abgezupften, zitronig-pfeffrigen Blättchen passen zudem auch bestens zu Wild- oder Lammgerichten. Salbei und Thymian liefern ebenfalls noch aromatische Triebspitzen, wenn man die Kräuter mit einer Lage Reisig abdeckt und den Wurzelbereich mit Herbstlaub mulcht. Im Sommer wächst Ysop meist zu einem dichten Busch he­ran, wobei er im Topf etwas weniger wuchsfreudig ist als im Gartenbeet. Bei Wintereinbruch wirft er an einem geschützten Platz seine zartbitteren, leicht nach Minze duftenden Blätter ab. Deshalb sollte Ysop möglichst rasch geerntet werden, solange der Frost noch nicht Einzug hält. Doch immer nur so viel wie benötigt, denn getrocknet verliert er sein Aroma.

Von: "Schweizer Garten", (Text und Bilder)