Tipp des Monats

 

Vorsicht Igel!

Den ganzen Sommer und Herbst über hat der Igel seine Trampelpfade durch den Garten gezogen, öfters auch mal laut schmatzend. Weshalb denn trotzdem so viele Schnecken ihr Unwesen treiben? Ganz einfach: Weil der Igel höchstens ab und zu mal eine Schnecke vertilgt, viel lieber verputzt er Raupen, Regenwürmer und Käfer. Nun ist der Igel verschwunden. Ob er wohl sein Winterquartier heuer im Asthaufen bei der Hecke, unter dem Gartenhäuschen oder gar im Komposthaufen eingerichtet hat? Wo auch immer, es ist jetzt grosse Vorsicht geboten, vor allem im Umgang mit der Gartengabel. Niemand will doch den Gartenigel verletzen! Wird das Stacheltier in seinem Winterschlaf gestört, bringt man dessen Nest am besten rasch wieder in Ordnung. Viele nützliche Infos zum Leben und zum Schutz der Igel bietet der Verein Pro Igel.

Infos: Telefon 044 767 07 90 und www.pro-igel.ch 

Warmes Bad gegen Lagerfäulnis

Eine umweltverträgliche Methode, mit der sich die Lagerfäulnis merklich vermindern lässt, haben Wissenschaftler an der dänischen Universität Aarhus ersonnen: Sie tauchten die Früchte für 3 Minuten in 52 °C warmes Wasser oder auch nur für 20 Sekunden in 58 °C. Die Erreger Monilia, Colletotrichum und Cladosporium hatten bei den so behandelten Früchten danach kaum mehr Chancen. Interessanterweise führten die Forscher den Effekt nicht darauf zurück, dass die Erreger abgetötet werden, sondern weil mit der Wärmebehandlung die Widerstandsfähigkeit der Frucht stimuliert wurde. Es scheint, als hätte Pfarrer Kneipp mit seinen Methoden auch bei Äpfeln Erfolg gehabt. 

Braunes Gold

Für die einen ist es eher Mühsal, für die anderen Freude pur: der herbstliche Blattfall. Es gibt aber derzeit kaum eine schönere Tätigkeit, als das meditative Zusammenrechen der bunten Pracht an einem goldenen Herbsttag. Am besten gibt man das Laub anschliessend in einen speziellen Kompostbehälter, wo es sich über die nächsten Monate zu krümeliger, wertvoller Komposterde zersetzen kann. Laubkompost ergibt nämlich die feinste aller Komposterden und tut allen Pflanzen gut. Sie verbessert als Beetzugabe sowohl die Struktur wie auch die Fruchtbarkeit des Bodens. Die Verrottbarkeit von Laub ist unterschiedlich: Die Blätter von Obstbäumen, Birken und Buchen verrotten leicht. Eichen-, Baumnuss-, Kastanien- und Platanenblätter hingegen enthalten Gerbstoffe, die die Zersetzung verzögern. Deshalb kompostiert man sie besser separat. Das Laub gibt man entweder in einen feinmaschigen Drahtkorb oder in schwarze Plastiksäcke, die man zuvor mit Löchern versehen hat. Tipp: Das Laub vor dem Einlagern mit dem Rasenmäher schreddern und danach feucht halten. 

Attraktiver Herbstschmuck

Die immergrüne Skimmie (Skimmia japonica) ist im Winter ein willkommener Blickfang. Der Zierstrauch ist zweihäusig, es gibt also männliche und weibliche Pflanzen. Die weiblichen Exemplare bezeichnet man als Frucht-Skimmien. Ihre kleinen gelb-weissen Blüten erscheinen im späten Frühjahr. Deutlich auffälliger sind hingegen die leuchtend roten Beeren, die ab Oktober reifen und den ganzen Winter über haften bleiben. Die intensiv duftenden Blüten der männlichen Blüten-Skimmien öffnen sich ebenfalls im Frühjahr. Im Vordergrund stehen jedoch die je nach Sorte rosa bis dunkelroten Blütenknospen, die in langen Rispen angeordnet sind. Sie zeigen sich bereits im Hochsommer, sodass die eigentliche Blütezeit bis zu zehn Monate verlängert wird. Damit Frucht-Skimmien jedes Jahr Beeren tragen, sollten männliche Exemplare in der Nähe stehen. Aber auch bei selbstfruchtenden Arten wirkt sich eine männliche Nachbarschaft positiv aus.

Von: "Schweizer Garten", (Text und Bilder)