BILD: HENRY SCHMITT/ FOTOLIA
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Lärm

Gemäss Art. 684 des Zivilgesetzbuchs (ZGB) hat der Nachbar bei der Ausübung seines Eigentums sich aller übermässigen Einwirkungen auf das Eigentum der Nachbarn zu enthalten. Verboten sind insbesondere alle schädlichen und nach Lage und Beschaffenheit der Grundstücke oder nach Ortsgebrauch nicht gerechtfertigten Einwirkungen z.B. durch Lärm. Ein gewisses Mass von Lärmimmissionen ist auch bei normaler Grundstücksnutzung unvermeidlich und muss vom Nachbarn hingenommen werden. Ob Lärm eine übermässige Einwirkung darstellt oder nicht, hat der Richter im konkreten Einzelfall zu entscheiden. Dem Richter verfügt dabei über einen erheblichen Ermessensspielraum. Die Art der Immission, deren Dauer sowie der Zeitpunkt des Auftretens (Tag oder Nacht) sind von Bedeutung. Bei der Frage der Übermässigkeit einer Immission gilt zudem als Massstab stets die Empfindlichkeit des Durchschnittsmenschen. Besondere Empfindlichkeiten können nicht berücksichtigt werden. Nebst der zivilrechtlichen Regelung spielen gerade bei Lärm die Polizeiverordnungen der Gemeinden eine wichtige Rolle, weil diese Regelungen betreffend der Sonn- und Feiertagsruhe wie auch betreffend der Mittags- und Nachtruhezeiten enthalten.