BILD: JOERG HACKEMANN / 123RF
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Mietrecht

Es hat sich seit Inkrafttreten des geltenden Mietrechts am 1. Juli 1990 gezeigt, dass die mietrechtlichen Bestimmungen äusserst komplex sind. Nur der mit diesen Bestimmungen vertraute Vermieter ist in der Lage, die zahlreichen Klippen des Mietrechtes zu meistern. Dies hat in der Praxis dazu geführt, dass selbst professionelle Vermieter mit der Anwendung des geltenden Rechtes Mühe bekunden.

Machen Sie deshalb von den Informationen, welche Ihnen der Hauseigentümerverband zum Mietrecht bietet, Gebrauch. Dabei ist nebst Drucksachen- und Kursangebot die Rechtsberatung eine wichtige Informationsquelle. Diese steht ausschliesslich Mitgliedern des Hauseigentümerverbandes zur Verfügung.

Das Mietrecht findet grundsätzlich auf alle Mietverhältnisse Anwendung. Die Miete stellt ein zweiseitiges Rechtsgeschäft zwischen Vermieter und Mieter als Vertragsparteien dar. Merkmale der Miete sind die Gebrauchsüberlassung einer Sache auf Zeit sowie die Entgeltlichkeit dieser Leistung. Das Mietrecht, wie es in den Art. 253ff. OR verankert ist, findet grundsätzlich auf alle Mietverhältnisse Anwendung. Allerdings bestehen teilweise je nach Art und Gebrauchszweck des Mietobjektes unterschiedliche Regelungen, so etwa in Bezug auf die gesetzlichen Kündigungsfristen und -termine (vgl. Art. 266a OR). Die Miete von Wohn- und Geschäftsräumen untersteht darüber hinaus den sogenannten Missbrauchsbestimmungen, wobei einzelne Arten von Wohnräumen (Luxusobjekte, subventionierte Wohnräume oder für weniger als drei Monate vermietete Ferienwohnungen) von der Anwendung dieser Missbrauchsbestimmungen ganz oder teilweise ausgenommen sind. Die Bestimmungen zum Schutz der Mieter von Wohn- und Geschäftsräumen gelten auch für alle Sachen, die der Vermieter zusammen mit solchen Räumen vermietet.