Erneuerungsfonds: Genügend Geld für Sanierungen

29.04.2009
Bauten im Stockwerkeigentum verfügen über gemeinschaftliche Teile und Anlagen. Deren laufende Betriebskosten werden zusammen mit den Kosten für regelmässig anfallende Unterhaltsarbeiten durch Beitragszahlungen der angeschlossenen Eigentümer beglichen. Für grössere Sanierungsarbeiten oder gar Ersatzanschaffungen sollte zudem ein so genannter Erneuerungsfonds geäufnet werden.

Erneuerungsfonds dringend zu empfehlen

Bei Liegenschaften im Stockwerkeigentum ist die Schaffung eines Erneuerungsfonds zwar nicht zwingend gesetzlich vorgeschrieben. Der HEV Schweiz erachtet die Äufnung eines Erneuerungsfonds als äusserst ratsam.

 

Ausserordentliche Sanierungs- und Erneuerungsarbeiten

Mit der Äufnung eines Erneuerungsfonds werden die Mittel für künftige ausserordentliche Sanierungs- und Erneuerungsarbeiten bereitgestellt. So wird gewährleistet, dass die nötigen Mittel für ausserordentliche Aufwendungen auch kurzfristig zur Verfügung stehen, ohne dass die Eigentümer plötzlich hohe Beiträge entrichten müssen.

 

0,2 bis 0,5 % des Versicherungswertes

Bei Gebäuden erfolgt die Bemessung der gesamthaften Fondseinlage meist aufgrund des Versicherungswertes. Üblich sind zwischen 0,2 bis 0,5 Prozent pro Jahr. Die jährliche Einlage wird dann nach Massgabe der Wertquote respektive des Eigentumsanteils unter den einzelnen Eigentümern verteilt. Im Stockwerkeigentum wird die maximale Höhe des Fonds üblicherweise auf 5 bis 10 Prozent des Assekuranzwertes festgelegt, wobei während der ersten 2 Jahre nach der Erstellung des Gebäudes auf Fondseinlagen verzichtet werden kann.

 

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