Immobilienumfrage 2016

Während die Preise für Einfamilienhäuser sowie Eigentumswohnungen über die ganze Schweiz gesehen konstant blieben, setzte sich die hohe Nachfrage nach Mehrfamilienhäusern fort. Die Einschätzung der Experten im Segment der Büro- und Geschäftsliegenschaften ist weiterhin pessimistisch und es werden auch an grossstädtischen Zentrumslagen sinkende Preise erwartet.

Über 230 Experten aus der Immobilienbranche haben sich an der HEV Immobilienumfrage beteiligt. Die Umfrage wird seit 1980 durchgeführt und der HEV Schweiz kann somit eine der längsten verfügbaren Datenreihen zu den Immobilienpreisen in der Schweiz vorweisen. Durch die Zusammenarbeit mit der Fédération Romande Immobilière (FRI) konnte die Datenbasis in der Westschweiz dieses Jahr stark verbessert werden. Die Befragung wurde auf regionaler Ebene durch eine Untersuchung der Firma Fahrländer Partner ergänzt, an welcher über 700 Personen teilnahmen.

Die Umfrageergebnisse zeigen konstante Preise für Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen. Allerdings gibt es in verschiedenen Regionen unterschiedliche Entwicklungen. Während eine Mehrheit der Befragten konstante Preise beobachtete gab es auch Beobachtungen von sinkenden oder steigenden Preisen. Für das kommende Jahr erwarten die Experten eine Fortsetzung dieser Entwicklung.

Die Nachfrage nach Mehrfamilienhäusern scheint ungebrochen. 70% der Umfrageteilnehmer beobachteten steigende oder sogar stark steigende Preise. Auch für 2017 erwartet über die Hälfte der Experten steigende Preise für Mehrfamilienhäuser. Angesichts der hohen Preise, die für Renditeobjekte bezahlt werden, ist es nicht erstaunlich, dass die erzielten Renditen seit Jahren sinken. Denn obwohl die Mieten weiterhin leicht steigen, werden die hohen Preise primär aufgrund des Anlagenotstands bezahlt und die Renditeerwartungen so überkompensiert. Dadurch werden die Anfangsrenditen bei Mehrfamilienhaus-Transaktionen geschmälert.

Nach wie vor pessimistisch sind die Einschätzungen im Bereich der Büro- und Geschäftsliegenschaften. 65% der Befragten meldeten für 2016 eine rückläufige Nachfrage nach Flächen in diesem Segment. Sogar für Liegenschaften an grossstädtischen Zentrumslagen erwartet mehr als die Hälfte der Befragten sinkende Preise.