BILD: SMILEUS / FOTOLIA
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Energie & Umwelt

Der Bund hat 2007 eine Energiestrategie entworfen welcher im Moment beinahe blindlings gefolgt wird. Stimmen die an der technischen Umsetzbarkeit zweifeln oder nach den Kosten die auf die Bevölkerung zukommen fragen, werden negiert. Im Gegenteil, das Tempo wird dauernd verschärft. So werden nahezu erreichte Absenkziele wie bei der Reduktion des CO2-Ausstosses noch vor deren Ablauf verschärft um ungehindert die damit verbundenen Abgaben anheben zu können. Der Druck auf die Bevölkerung wird damit Schritt für Schritt erhöht.

Es ist unbestritten, dass der Gebäudepark einen grossen Anteil am Gesamtenergiebedarf ausmacht und hier ein grosses Einsparpotential vorhanden ist. Deshalb jedoch blindlings darauf los zu sanieren ist nicht zielführend. Bei Gebäudeerneuerungen ist eines der Hauptkriterien, dass noch intakte Bauteile nur dann erneuert werden, wenn dies auch ökonomisch Sinn macht. Insbesondere bei der Fassade stellt sich oft die Frage, ob die bestehende Putzschicht bereits ersetzt werden muss  und eine neue Aussenwärmedämmung rentabel ist. Gebäude haben einen Lebenszyklus von 40 – 60 Jahre. Entsprechend wird es auch mindestens so lange dauern, bis der Gebäudepark komplett erneuert ist. Eine Erneuerungsrate von mehr als 2% ist demnach nicht ökonomisch. Hinzu kommt, dass in die Schweiz für die Ewigkeit gebaut wird. 

Wenn unser Land unabhängiger von Energieimporten werden soll, dann geht dies nur über eine energetische Verbesserung des Gebäudeparks. Damit der Mensch sich bewegt, muss er allerdings motiviert und angespornt werden. Eine zunehmende Regulierung und neue Verbote wirken sich eher kontraproduktiv aus. 

Der HEV Schweiz setzt sich in seiner Energie- und Umweltpolitik für Anreizsysteme und Rahmenbedingungen ein, welche den ökonomischen und ökologischen Gebäudeerhalt sicherstellen.