• Wer bezahlt für versteckte Mängel?

Wer bezahlt für versteckte Mängel?

10.03.2017     WALTER MEILE, Leiter Marktregion Deutschschweiz, Zurich Schweiz

Hauseigentümer gehen in der Erwerbsphase oft an die Grenze ihrer finanziellen Belastbarkeit. Ein Bauschaden oder ein Defekt einer Hausanlage nach Ablauf der Garantiefrist kann in einer solchen Situation zur existenziellen Bedrohung werden.

Eine gebrauchte Immobilie kann besonderen Charme, aber auch ihre Tücken haben. Was tun, wenn versteckte Mängel die Freude am gerade erworbenen Eigenheim verderben? Obwohl sich das Objekt in optisch tadellosem Zustand befindet, kann es versteckte Schäden geben, die bei einer Besichtigung schlicht nicht erkannt werden können. Eine undichte Unterdachfolie, vermoderte Konstruktionselemente oder verkalkte Wasserleitungen können schnell zu einem Sanierungsaufwand in einem fünfstelligen Frankenbetrag führen.

Schwieriger Nachweis bei arglistiger Täuschung

Beim Kauf einer bestehenden Liegenschaft übernimmt der Verkäufer meist keine «Garantien». Das Obligationenrecht sieht zwar eine Gewährleistungspflicht vor. Doch in der Regel wird diese im Kaufvertrag ausgeschlossen. Der Käufer kann zwar bei bösen Überraschungen seine Ansprüche gegenüber dem Verkäufer wegen arglistigen Verschweigens geltend machen. Doch faktisch ist es kaum möglich, ein solches nachzuweisen und jemanden für nach dem Kauf entdeckte Schäden zur Rechenschaft zu ziehen.

Viele Käufer haben für das Eigenheim ohnehin schon schwere finanzielle Verpflichtungen auf sich genommen. Ein unerwarteter Sanierungsaufwand kann dann zu einer bedrohlichen Belastung werden. Für solche Fälle bietet Zurich als einziger Schweizer Versicherer mit der Immobilien- Garantie optimalen Schutz während zweier Jahre nach der Handänderung.

Die Immobilien-Garantie übernimmt die Sanierungskosten für verdeckte Bauschäden sowie Reparaturen von Heizanlagen oder eingebauten Haushaltsgeräten wie Waschmaschinen und Tumbler. Wo eine Reparatur nicht mehr sinnvoll ist, bezahlt sie die Neuanschaffung einer gleichwertigen Sache. Der Versicherte trägt lediglich einen Selbstbehalt von 500 Franken. Auch vor Arglistigkeit ist der Versicherte geschützt: Sollte ein solcher Verdacht aufkommen, übernimmt die Versicherung den Rückgriff auf den Verkäufer und damit die Pflicht, das arglistige Verhalten nachzuweisen.

Auch Verkäufer profitieren

Von der Immobilien-Garantie-Versicherung profitieren übrigens nicht nur die Käufer von Immobilien aus zweiter Hand. Auch Verkäufer verbessern dadurch unter Umständen ihre Verkaufschancen. Denn die Versicherung schafft bei Kaufinteressenten zusätzlich Vertrauen. Besonders Immobilienmakler schätzen es, wenn sie im Verkaufsgespräch eine Immobilien- Garantie vorweisen können.