• Minergie: ein nachhaltiger Erfolg

Minergie: ein nachhaltiger Erfolg

02.02.2018    

Energielabels – Nachhaltiges Bauen? Vor 20 Jahren war das noch kaum ein Thema, sondern mehr die Vision einiger Enthusiasten. Aber wie so vieles begann auch die Minergie-Geschichte mit einer solchen Vision.

Minergie ist ein Gemeinschaftserfolg. Der Verein Minergie Schweiz feiert in diesem Jahr nämlich schon sein 20-Jahr-Jubiläum. «Mittlerweile gibt es über 45 000 zertifizierte Minergie- Gebäude. Möglich ist das nur dank der zahlreichen Bauherrinnen und Bauherren, die unsere Vision einer nachhaltigen Energiezukunft mit viel Lebensqualität teilen und sie immer und immer wieder konkret und aus Überzeugung heraus umsetzen », sagt Joachim Eder, Vorstandsmitglied Verein Minergie und Ständerat des Kantons Zug.

Eine Million Schweizer nutzen Minergie

Jeder achte Schweizer lebt, arbeitet, lernt oder verbringt seine Freizeit in Minergie-Gebäuden. Eine beeindruckende Zahl, vor allem wenn man bedenkt, dass die Minergie-Zertifizierung freiwillig ist. Das zeigt sich auch in der Umweltbilanz der Schweiz: «Jeder Zehnte baut heute freiwillig nach Minergie. Dank ihnen sind die Ziele der Energiestrategie und der Klimapolitik auch im Bausektor nicht mehr in weiter Ferne », erläutert Ständerat Eder. «Ohne diese innovativen Bauherrschaften hätte man die Energiegesetze mangels Erfahrungswerten kaum so rasch anpassen können.»

50 Milliarden Kilowattstunden weniger

«Ein solch grosser Erfolg eines freiwilligen Labels ist weltweit einzigartig. Minergie hat die Wahrnehmung von nachhaltigem und energieeffizientem Bauen entscheidend verändert», fasst Ständerat Eder stolz zusammen. Nachhaltiges Bauen steht dank Minergie weder für Sparen noch für Verzicht, sondern für Komfort, Effizienz und einen nachweisbar höheren Werterhalt. Dank der 45 000 Minergie-Bauten können 50 Milliarden Kilowattstunden und 10 Millionen Tonnen CO2 eingespart werden. Dies entspricht in etwa dem Energieverbrauch der Stadt Luzern in den letzten 20 Jahren.

Ein wichtiger Wirtschaftsfaktor

Minergie hat sich aber auch als tragendes Element der Bauwirtschaft etabliert. Seit 1998 wurden Investitionen von fast 150 Milliarden Franken ausgelöst. Die Wertschöpfung ist dabei grösstenteils in der Schweiz geblieben. Gleichzeitig hat Minergie die Entwicklung zahlreicher Innovationen und neuer technischer Systeme gefördert.

Modernisierungen bieten noch viel Potenzial

Nach 20 Jahren ist für Minergie aber noch lange nicht Schluss: «Ein riesiges Potenzial gibt es noch bei der Modernisierung von Gebäuden. Dort ist es natürlich schwieriger, aber wir haben mit der Minergie-Systemerneuerung neue Lösungen entwickelt, die für die Bauherren Gold wert sind: Sie sind einfach und bieten Orientierung », sagt Eder. Für eine umfassende Qualitätssicherung im Bau und Betrieb entwickelte Minergie zudem die neuen Produkte MQS Bau und MQS Betrieb.

Joachim Eder ist überzeugt, dass diese positive Entwicklung fortgesetzt wird: «Die Reise von Minergie geht weiter. Als Vorstandsmitglied des HEV Schweiz und des Vereins Minergie freue ich mich, dass Minergie so liberal und hauseigentümerfreundlich ist. Mein Dank geht an unsere treuen Bauherrinnen und Bauherren. Ihnen verdanken wir den Erfolg! Machen wir weiter so!» Minergie Schweiz www.minergie.ch 

Minergie-Portfolio
Das Minergie-Portfolio begleitet Neubauten und Modernisierungen von der Planung über die Realisierung bis zum Betrieb. BILD ZVG
Ständerat Joachim Eder
Ständerat Joachim Eder ist Vorstandsmitglied des Vereins Minergie und des HEV Schweiz. BILD HEV SCHWEIZ