• Kleine Helfer – grosse Ordnung

Kleine Helfer – grosse Ordnung

29.03.2018     NICOLA SCHRÖDER, Conzept-B, Zürich

Badezimmer sind nicht selten Kampfzonen. Mehrere Familienmitglieder begegnen sich im Halbschlaf auf begrenztem Raum. In der Regel unter Zeitdruck. Kleine Missgeschicke führen hier schnell zu grossen Katastrophen. Die richtigen Badaccessoires schaffen Abhilfe.

Da flutscht schon mal die Seife vom Waschbeckenrand und fliegt quer durchs Badezimmer. Die Flasche mit Conditioner fällt um und ergiesst sich in die Dusche. Das Handtuch muss im noch halbnassen Zustand unter anderen auf der Trockenstange hervorgenestelt werden. Nicht nur, dass all diese Malheurs am Morgen schon Stress verursachen, sie können sogar zu Unfällen führen. 

Eben keine Accessoires

Abhilfe könnten hier gezielt eingesetzte kleine Helfer schaffen. Einrichtungen, über die man selten nachdenkt, wenn sie am richtigen Platz sind: «Badezimmer-Accessoires», wie die Branche sie selbst nennt. Doch der Begriff «Accessoire» lockt eigentlich auf eine falsche Fährte und wird den kleinen Hilfseinrichtungen im Bad nicht wirklich gerecht. Ein Accessoire ist ja per Definition ein nicht notwendiges Beiwerk, das einer Sache aus dekorativen oder stilistischen Gründen zugefügt wird. Zwar folgen die genannten Badelemente in der Regel auch einer optischen Linie und einem bestimmten Design. Sie sind auf den jeweiligen Badstil und auch aufeinander abgestimmt. Meist sind sie als mehr oder weniger umfangreiche Linien erhältlich und dienen auch als Hingucker oder sogar als farbliche Akzente. Doch primär sind die kleinen Helfer vor allem sehr funktional. Denn, wo kann man sein Handtuch besser aufhängen als auf einer Handtuchstange? – Das Stapeln der Handtücher auf einer solchen lässt sich ebenfalls verhindern, sogar wenn täglich ein mehrköpfiger Haushalt unter der Dusche steht: Mit einer Mehrfach- Handtuchstange, die in der Regel auch nicht mehr Platz wegnimmt und die Handtücher erst noch alle trocknen lässt.

Und wo kann man seine Pflegeprodukte am besten abstellen und verhindern, dass sie bei jeder Gelegenheit vom Dusch- oder Badewannenrand fallen? In einem Duschkorb. Wo lässt sich die Seife sicherer, hygienischer und gleich noch griffnah ablegen? Auf einem Seifenhalter. Ebenso nützlich sind ein WC-Papierhalter, Haltegriffe, Tablare, Treteimer, Behälter für Hygieneartikel, diverse Haken oder auch der Duschvorhang.

WC-Bürsten stellt man in der Regel auch weniger aus dekorativen denn aus hygienischen Erwägungen auf. Umso besser aber, wenn sie sich sehen lassen können und die Bürste auch noch einfach austauschbar ist. 

Individuell planen

Welche der kleinen Helfer man braucht, entscheidet sich oft individuell. Manches wird als standardmässig empfunden, anderes nicht. Schliesslich hängt es auch von der Anzahl der Benutzer und deren Bedürfnissen ab. Sie entscheiden, wie viele Produkte in einem Bad herumstehen und wie viel Platz benötigt wird.

Ein Badezimmer muss sich in diesen Dingen auch mitentwickeln. Gerade erst hat die Badbranche selbst erklärt, sich an der Demografie orientieren und einer vorausschauenden Planung gerecht werden zu wollen. Denn, was für Familien mit kleinen Kindern praktisch ist, entspricht eben nicht mehr einer Optimallösung, wenn der Nachwuchs in der Pubertät ist. Hat dieser das Haus dann verlassen und machen sich stattdessen die ersten Anzeichen des Alters bei den Bewohnern breit, sind vielleicht andere Gegebenheiten nützlicher.

Dazu gehört allenfalls auch die Barrierefreiheit im Bad. Sie lässt bereits frühzeitig auch an Hilfsmittel und Griffe denken, die im Falle eingeschränkter Mobilität an Bedeutung gewinnen. Aus all diesen Gründen kreieren die Hersteller deshalb zunehmend Linien, die sich den Gewohnheiten und Bedürfnissen im Badezimmer immer flexibler anpassen, situativ oder langfristig. Bereits viele der Hilfsmittel im Bad lassen sich individuell auf eine optimale Ergonomie anpassen: sie sind schwenkbar (Handtuchhalter), klappbar (Badetuchstangen) oder von links auf rechts drehbar (Handtuchringe, WCPapierhalter). Bei den bekannten Marken erhält man ausserdem langfristig Ersatzteile wie Ersatzgläser, Schallschutzringe oder Seifenpumpen. Sofern möglich, empfiehlt es sich, die «Badezimmer-Accessoires» bereits vor der Ausführungsplanung zu bestimmen und Sanitärfachleute die fachgerechte Montage vornehmen zu lassen.