• «Ein Jahrhundertereignis, das in Bern Gehör finden muss»

«Ein Jahrhundertereignis, das in Bern Gehör finden muss»

02.12.2016     HEV Schweiz

Petition – HEV-Schweiz-Präsident Nationalrat Hans Egloff sprach bei der Einreichung der Petition «Eigenmietwert abschaffen» von einem Jahrhundertereignis. Über 145 000 Unterschriften sind zusammengekommen.

Eine überwältigende Zahl! Ganz genau 145 166 Unterschriften waren eingegangen, seit der HEV Schweiz im Juli 2016 die Petition «Eigenmietwert abschaffen» lanciert hatte. Und diese zahlreichen Unterschriften galt es, am Donnerstag, 10. November 2016, im Rahmen eines Volkfestes auf dem Bundesplatz in Bern an die Bundesversammlung zu übergeben.

Petition – ein grosser Erfolg

HEV-Schweiz-Präsident Nationalrat Hans Egloff zeigte sich in der Bundesstadt überaus begeistert: «Ich bin zutiefst beeindruckt von der Zustimmung, die wir bei unserem Kampf gegen die ungerechte Eigenmietwertbesteuerung erleben dürfen. Dass wir hier heute anlässlich dieses tollen Volksfestes über 145 000 Unterschriften übergeben dürfen, hat unsere Erwartungen bei weitem übertroffen. Der HEV konnte einmal mehr zeigen, was für ein starker Verband er dank seiner Mitglieder und deren grosser Unterstützung ist.»

Die Petition fordert die Bundesversammlung dazu auf, die Besteuerung des Eigenmietwerts als Steuerkonstrukt abzuschaffen oder analog der Motion Egloff «Sicheres Wohnen – Einmaliges Wahlrecht beim Eigenmietwert » eine Wahlmöglichkeit auf Gesetzesebene zu verankern. Die Petition soll nun dafür sorgen, dass die Suche nach einer adäquaten Lösung im Bereich der Eigenmietwertbesteuerung vorangetrieben wird. Das Ziel ist es, dass den Interessen der Eigentümer von selbstgenutztem Wohneigentum entgegengekommen wird.

Feierlichkeiten auf dem Bundesplatz

Der HEV Schweiz veranstaltete anlässlich der Petitionsübergabe ein grosses Volksfest auf dem Bundesplatz, zu dem HEV-Mitglieder sowie geladene Gäste teils lange Anreisen auf sich nahmen. Verschiedene National- und Ständeräte übergaben als Kantonsvertreter dem HEVSchweiz- Präsidenten NR Hans Egloff die im jeweiligen Kanton gesammelten Unterschriften.

Auch HEV-Direktor Ansgar Gmür ist mit dem Erfolg der Unterschriftensammlung zufrieden: «Ich freue mich nicht nur, dass wir so viel Unterstützung erleben dürfen, sondern vor allem, dass so viele Personen den Weg nach Bern auf sich genommen haben, um mit uns zu feiern. Die Resonanz auf unser Fest ist sagenhaft! »

Über 4000 Personen nahmen das regnerische Wetter und die Kälte in Kauf, um den Feierlichkeiten zur Übergabe der Petition «Eigenmietwert abschaffen» in Bern beizuwohnen. Damit zeigten sie klar Flagge gegen den Eigenmietwert. «Das macht uns stolz und zeigt deutlich auf, dass im Parlament vorwärts gemacht werden und diesbezüglich etwas geschehen muss», so Ansgar Gmür, Direktor des HEV Schweiz.

Parlamentarier vor Ort

Die aus allen Landesteilen angereisten 26 eidgenössischen Parlamentarier überbrachten auf der Bundesplatzbühne die Petitionsbögen. Die grosse Anzahl gesammelter Unterschriften gegen den Eigenmietwert ist ein Zeichen dafür, dass der Hauseigentümerverband stark und für wichtige Anliegen initiativ- und referendumsfähig ist.

Das politische Signal lautete an diesem Tag ganz klar: «Den Eigenmietwert abschaffen». Dazu haben HEV-Mitglieder sowie die auf der Bühne und im Publikum anwesenden Parlamentarier beigetragen. Nun ist der Ständerat gefordert, in Sachen Eigenmietwertbesteuerung zu handeln.

Nach dem HEV-Volksfest auf dem Bundesplatz wurden rund 60 Boxen, gefüllt mit den unterzeichneten Petitionsbögen, offiziell an die Bundeskanzlei übergeben. «Ein Jahrhundertereignis, das nun in Bern Gehör finden muss», sagte HEV-Schweiz- Präsident NR Hans Egloff.

WIE GEHT ES WEITER?

Die Motion «Sicheres Wohnen. Einmaliges Wahlrecht beim Eigenmietwert», die NR Hans Egloff am 14. März 2013 eingereicht hatte, wurde vom Bundesrat zur Ablehnung empfohlen. Erfreulicherweise zeigte sich der Nationalrat offen für die Anliegen der Wohneigentümer und hiess die Motion am 25. September 2014 mehrheitlich gut. Eine Beratung durch den Ständerat wurde seitdem mehrfach traktandiert, jedoch jedes Mal wieder verschoben, so dass eine Beurteilung des zweiten Rates aussteht. Die Petition soll die eidgenössischen Räte nicht nur für die Interessen der Wohneigentümer sensibilisieren, sondern auch dafür sorgen, dass die Behandlung der erwähnten Motion priorisiert wird.