• Die schlaue Alarmanlage

Die schlaue Alarmanlage

13.01.2017     GABY StÄHELI, Co-CEO Gryps Offertenportal AG

Sicherheit – Sicherheitsanlagen wie Alarmanlagen und Brandmelder werden im Zeitalter des Smarthomes nicht mehr isoliert eingesetzt; sie werden mit intelligenter Haustechnik verknüpft. Das erhöht nicht nur die Sicherheit, sondern auch den Wohnkomfort.

Bald gehört die klassische Alarmanlage, die bei einem Einbruch laut losschrillt und die Alarmzentrale informiert, der Vergangenheit an. Heute kann sie nämlich sehr viel mehr: Sie ist für Hausbesitzer zum intelligent agierenden Hausbeschützer geworden. Die Möglichkeiten für mehr Sicherheit im Haus sind dabei um einiges vielfältiger geworden und wehren nicht nur Einbrüche ab, sondern auch andere häusliche Gefahren. So kann die smarte Alarmanlage mit IP-basierten Brand- und Rauchmeldern, Bewegungsmeldern und Kameras verbunden werden und wird damit zu einer gesamten Sicherheitsanlage. Zudem kann man damit Fenster, Türen, Rollläden, Licht, Kameras und Heizung zentral steuern. Bedient wird die Anlage zentral von einem Touchscreen und unterwegs per App auf dem Smartphone. So ist die Kontrolle über das eigene Haus von überall möglich: Die Alarmanlage kann jederzeit aktiviert und deaktiviert werden, und es ist zudem möglich, von überall einen SOS-Hilferuf auszulösen.

Anwesenheitssimulation

Ein effektives Mittel zur Einbruchsprävention ist die sogenannte Anwesenheitssimulation. Durch das Ein- und Ausschalten von Lichtgruppen sowie das Öffnen und Schliessen von Rollläden wird einem potenziellen Einbrecher vorgespiegelt, dass das Haus bewohnt ist. Mit der neuen Alarmanlagen-Technologie kann man einen genauen Zeitplan für jeden Rollladen im Haus erstellen und die Läden nacheinander schliessen lassen. Zudem können die verschiedenen Lichtquellen – auch einzelne Lichtschalter – im Innen- und Aussenbereich über den Funk der Alarmanlage gesteuert werden. Die Anzahl der Einbrüche zu Zeiten, in denen die Bewohner nicht zu Hause sind, gehen dadurch erfahrungsgemäss deutlich zurück. Eine Anwesenheitssimulation, die ihren Lebensgewohnheiten entspricht, ist deshalb bereits ein guter Schutz vor Einbrechern.

Bewegungsmelder

Sollten sich ungebetene Gäste dem Haus dennoch nähern, können integrierte Bewegungsmelder nicht nur abschreckendes Licht anschalten, sie informieren per Internetverbindung auch den Hausbesitzer, wenn sich in der Einfahrt und dem Eingangsbereich etwas Ungewöhnliches tut. Wer zudem intelligente Schlösser an Türen und Fenstern installiert, wird per SMS informiert, wenn jemand versucht, diese gewaltsam zu öffnen. Und mit integrierten, IP-basierten Kameras kann man zusätzlich in den Räumlichkeiten nach dem Rechten sehen. Die dabei übermittelten Bilder können dann auch zur Beweissicherung gespeichert werden.

Alarmsensoren

Ein wirksames Warnsystem sind auch intelligente Alarmsensoren für Öffnungen aller Art, also Türen, Fenster, Garagentore oder Dachfenster. Sie erkennen, ob es sich beim Öffnen um ein normales Ereignis handelt wie beispielsweise, ob der Wind an der Tür rüttelt oder jemand anklopft. Das können die Sensoren anhand der Vibrationen, die an Tür oder Fenster stattfinden, feststellen. Sobald sie das Ereignis als Einbruchversuch analysiert haben, schlägt das System Alarm, also dann, wenn sich die Täter noch nicht Zutritt zum Haus verschafft haben.

Schutz vor Brand und Wasser

Kriminelle sind aber nicht die einzige Gefahrenquelle für die eigenen vier Wände. Brände und Rohrbrüche richten oft noch grösseren Schaden an. Die neuen Alarmsysteme lassen sich daher auch mit Rauch- und Wassermeldern ausstatten, die den Besitzer unabhängig vom Aufenthaltsort sofort über Beschädigungen und Probleme informieren. Manche Systeme ergreifen sogar automatisch die richtigen Massnahmen, indem sie zum Beispiel automatisch Rollläden öffnen, damit der Rauch entweichen kann, und um Fluchtwege zu öffnen. Im Falle eines Brandes schaltet die Alarmanlage automatisch die Beleuchtung ein, damit Fluchtwege besser erkannt werden können. Technisch interessierte Nutzer können sich vom Fachmann auch individuelle Sicherheitslösungen im Baukastensystem zusammenstellen lassen.

Gleichzeitig Energie sparen

Da die neuen, smarten Alarmanlagen über Funk-Thermostate auch mit der Heizung und sogar einzelnen Heizkörpern verbunden werden können, dienen sie zusätzlich als Energiespar- oder Klimakontroll-Vehikel. Die Alarmanlage kann so eingestellt werden, dass bei offenem oder gekipptem Fenster der Heizkörper ausgeschaltet wird. So sparen Hausbesitzer automatisch Heizkosten, wenn sie lüften. Die Heizkörper können auch nach einem Zeitplan an- und ausgeschaltet werden – dann ist es beispielsweise morgens bereits schön warm, wenn man das Badezimmer betritt.

Sichere Sicherheitsanlage

Wie bei allen intelligenten Anlagen müssen solche Sicherheitslösungen selbst sicher vor Angriffen sein. Verschafft sich ein Hacker Zugriff auf die Haussteuerung, kann er zum Beispiel Türschlösser öffnen oder etwa aus der Nutzung der Heizung Rückschlüsse auf die Anwesenheit der Bewohner ziehen. Die Alarmanlage wird damit selbst zur Schwachstelle. Bei einem Kauf ist es deshalb ratsam, sich über Sicherheitsmassnahmen wie die verschlüsselte Übertragung von Zugangsdaten und eine Infrastruktur für Firmware-Updates zu informieren. Bei allem High-Tech: Auch eine intelligente Alarmanlage beinhaltet eine lautstarke Aussensirene – auf Wunsch sogar mit grellem Blitzlicht!

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