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Bodenheizung überprüfen

14.12.2017    

Heizen – Ist eine Bodenheizung älter als 25 Jahre, kann eine vorbeugende Analyse über deren «Gesundheitszustand» Auskunft geben.

Fünfzig Jahre und mehr, so haben es die Rohrhersteller damals versprochen, sei die Lebenserwartung von Bodenheizungsrohren aus Kunststoff. Schnell wurde klar, dass sich dies für Bodenheizungen aus den 1970er- und 1980er-Jahren nicht bestätigt. Bereits nach 15 Jahren wurden teils massive Abnützungen oder gar Schäden festgestellt. Bei Fussbodenheizungen, die älter als 25 Jahre sind, lohnt es sich daher, genau hinzuschauen.

Verschlammung, Versprödung

In rund 60 Prozent aller Neubauten in der Schweiz wurden seit den 1970er-Jahren Kunststoffbodenheizungen verbaut. Jeder Kunststoff ist sauerstoffdiffus, das bedeutet, dass der an sich geschlossene Heizungskreislauf fortwährend mit neuem Sauerstoff angereichert wird. So bildet sich nach kurzer Zeit eine Innenkorrosion, die alle metallischen Teile der Anlage angreift. Betroffen sind insbesondere Rohre, Armaturen und Heizkessel. Die Korrosionsrückstände produzieren eine zähflüssige Verschlammung, die sich in den Heizkreisläufen ansammelt. Einzelne Räume werden nicht mehr warm, und der Energieaufwand nimmt stetig zu. Zudem verspröden die Kunststoffrohre und werden im Boden undicht. Jedes Kunststoffrohr in der Bodenheizung unterliegt einer Alterung. Das Bersten von Rohrleitungen im Unterlagsboden ist in der Regel immer auf eine fortgeschrittene Versprödung zurückzuführen. Das «Ausdampfen» von Stabilisatoren, die als Zusatzstoffe bei der Herstellung von Kunststoffen aus Polypropylen (PP) und Polyethylen (PE) verwendet werden, wird durch verschiedene Einflüsse beschleunigt. 

Ursachen für Probleme

Zu hohe Vorlauftemperaturen: Oft werden die Heizkurven infolge Verschlammung höher gestellt, um den Wärmeverlust zu kompensieren. Je höher die Wassertemperatur, desto schneller verdampfen die Stabilisatoren. Nicht selten werden Vorlauftemperaturen von über 45 °C festgestellt, was für die meisten Rohrtypen viel zu hoch ist.

Falsche Lagerung der Rohre: UV-Licht zerstört den Kunststoff extrem schnell. Werden die Rohre beim Lieferanten oder beim Installateur zu lange oder falsch gelagert, sind die Stabilisatoren bereits vor der Installation der Rohre zu einem grossen Teil zerstört.

Fabrikationsfehler: Nicht selten wurden Rohre mit Fabrikationsfehlern installiert. Minderwertige Materialien können bereits nach kurzer Betriebszeit zu Schäden führen. 1987 / 88 produzierte eine Schweizer Firma während ca. fünf Monaten eines der meist verkauften PE-Rohre mit falschen Stabilisatoren. 

Druckimpulsspülungen: Diese Art der «Reinigung» scheint simpel, ist aber sehr riskant. Das Problem von Verschlammungen hängt immer mit einem zu hohen Sauerstoffgehalt im Wasser zusammen. Bei Spülungen wird mit sauerstoffangereichertem Wasser und zusätzlicher Luft das gesamte System belastet. Die Korrosion wird demzufolge erst richtig aktiviert, und die Verschlammung nimmt massiv zu. Bei mehrfacher Spülung kann es sogar passieren, dass sich der Magnetitschlamm in den Kreisläufen verdichtet und es zu einem buchstäblichen Infarkt kommt.

Analyse schafft Klarheit Die Liste ist nicht abschliessend. Sie soll aber aufzeigen, dass verschiedene Ursachen zu Schäden führen können. Selten ist nur ein Faktor ausschlaggebend. Nach 25 Jahren ist ein Grossteil der Rohre der ersten Generation – also aus den 1970er- und 1980er- Jahren – in einem heiklen Alter. Für Hauseigentümer ist es schwierig, den Zustand der eigenen Installationen einzuschätzen. Wenn einzelne Räume nicht mehr richtig warm werden, ständig Wasser nachgefüllt werden muss und die Fussbodenheizung älter als 25 Jahre ist, empfiehlt sich eine vorbeugende Zustandsanalyse. Die Untersuchung gibt Aufschluss über den Zustand der gesamten Fussbodenheizungsinstallation und kostet nur wenige hundert Franken.

WEITERE INFOS

Informationen zur Sanierung von Fussbodenheizungen finden Sie unter: www.naef-group.com 

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