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Immobilienumfragen
 

Immobilienmarktumfrage 2009/2010

12.02.2010
Traditionsgemäss führte der HEV Schweiz im Herbst 2009 seine Umfrage bei 80 Immobilientreuhändern, -maklern und -verwaltungen durch. Laut den Umfrageergebnissen stuften die Umfrageteilnehmer der Immobilienmarkt im 2009 im Wohnflächenbereich als weitgehend intakt ein. Für das 2010 rechnete die Mehrheit im Eigenheimmarkt nicht mehr mit weiteren Preisanstiegen, sondern ging von einer Seitwärtsbewegung aus. Für den Geschäftsflächenbereich orteten schon im 2009 etliche Befragte eine Abkühlung, die sich im 2010 Jahr noch akzentuieren dürfte.

 

2009: Seitwärtstrend bei Eigenheimen 

Im 2009 stellte die deutliche Mehrheit der Befragten  (über 60%)  im Segment der Einfamilienhäuser  und  Eigentumswohnungen  eine  gegenüber  2008  unveränderte  Nachfrage  fest.  Nach Jahren  zunehmender  Nachfrage  und  steigender  Preise  im  Eigenheimsegment  schienen  verschiedene Marktteilnehmer langsam aber sicher eine Seitwärtsbewegung bei den Preisen festzustellen. Anders  bei  den Mehrfamilienhäusern: Die  überwältigende Mehrheit  konstatierte  erneut eine angestiegene Nachfrage nach Mehrfamilienhäusern sowie nochmalige Preiserhöhungen. Wenig euphorisch waren die Marktteilnehmer  im Büro und Geschäftsflächenbereich. Die Mehrheit stellte eine rückläufige Nachfrage fest und ein beachtlicher Anteil der Befragten (41%) nahm ausserdem Preiseinbussen wahr. Beim Bauland wurde mehrheitlich eine gleichgebliebene und offensichtlich auf hohem Niveau befindliche Nachfrage konstatiert. Demgegenüber wurden weitere Bauland-Preiserhöhungen festgestellt. 

Aussichten 2010

Eine gewisse Unsicherheit zeichnete sich punkto Preisentwicklung im Segment der Eigenheime ab. Zwar erwartete die Mehrheit  im Jahr 2010 unveränderte Preise. Hinzu kamen aber rund  je ¼ der Befragten, das bei den Eigenheimen von Preisanstiegen respektive Preiseinbussen  fürs Jahr 2010 ausging. Für die   Mehrfamilienhäuser waren die Marktteilnehmer viel optimistischer: 50% erwarteten steigende Preise, kaum  jemand  rechnete mit einem  rückläufigen Preisniveau. Bei den Büround Geschäftsflächen sahen die Befragten das Jahr 2010 wenig rosig. Die deutliche Mehrheit erwartete  teils markante Preisrückgänge. Bei den Baukosten rechneten beachtliche 32% mit rückläufigen, 19% mit ansteigenden und 49% mit unveränderten Baukosten.   

Von: Sandra Burlet und Michael Landolt, volkswirtschaftliche Mitarbeiter, HEV Schweiz

Dateien:
2009-10_Kommentar_JB.pdf
GrafikenHEV_Angebot_01.pdf
GrafikenHEV_Nachfrage_01.pdf
GrafikenHEV_Preise_01.pdf
GrafikenHEV_Preiserwartung_01.pdf