BILD: AFRICA STUDIO / FOTOLIA
BILD: AFRICA STUDIO / FOTOLIA

Grundstückgewinnsteuer

Grundstückgewinnsteuer beim Verkauf von Liegenschaften

Der erzielte Gewinn aus dem Verkauf eines Grundstücks oder von Rechten an einem Grundstück wird mit der Grundstücksgewinnsteuer belastet. Diese Steuer kommt grundsätzlich beim Verkauf von Liegenschaften im Privatvermögen zur Anwendung. In gewissen Kantonen (ZH, BE, UR, SZ, NW, BS, BL, TI und JU) wird auch der Grundstückgewinn auf Grundstücken des Geschäftsvermögens mit der Grundstückgewinnsteuer erfasst. In den übrigen Kantonen unterstehen diese Gewinne der Einkommenssteuer oder Gewinnsteuer.

Die Besteuerung der Grundstückgewinne ist kantonal unterschiedlich geregelt. Viele Kantone kennen Ermässigungen für eine längere Besitzdauer. Die Höhe der Grundstückgewinnsteuer hängt somit nicht nur vom erzielten Gewinn, sondern auch vom jeweiligen Kanton und der Besitzdauer ab.

Berechnung des Gewinns aus einem Grundstückverkauf:

Verkaufserlös
- Anlagekosten (Zu den Anlagekosten gehören: der Erwerbspreis / mit dem Kauf verbundene Aufwendungen wie Notariats- und Grundbuchgebühren / wertvermehrende Aufwendungen, die nicht zum Unterhaltskostenabzug zugelassen wurden / Vermittlungsgebühren / Bewilligungsgebühren / Anwaltskosten / Verkaufskosten für Inserate etc.)
= Gewinn

Aufschub der Grundstücksgewinnsteuer

Bei den folgenden Fällen können die Parteien von einer Aufschiebung der Grundstückgewinnsteuer profitieren:

  • Erbgang
  • Erbvorbezug
  • Schenkung
  • Ersatzbeschaffung (Investition des Gewinns in ein selbstgenutztes Ersatzobjekt in der Schweiz. Gilt nicht für das Ausland. Die Fristen sind den kantonalen Wegleitungen und Merkblätter zu entnehmen.)
  • Abgeltung güter-, scheidungs- oder erbrechtlicher Ansprüche

Frist für Deklaration

Die Grundstückgewinnsteuer muss grundsätzlich innert 30 Tagen seit dem Handwechsel deklariert werden. Auch hier sind die kantonalen Regelungen zu konsultieren. Ist die Zeit knapp, so kann ein Fristverlängerungsgesuch gestellt werden.

Ratgeber: Steuerliche Folgen von Sanierungen

Oft wollen Eigentümer Umbauarbeiten als Unterhalt deklarieren, mit dem Ziel, die Kosten in der folgenden Steuererklärung vom steuerbaren Einkommen abzuziehen.
Dabei wird leicht übersehen, dass die Unterhaltskosten bei einer allfälligen anschliessenden Veräusserung der Liegenschaft grundsätzlich nicht zu den Anlagekosten gezählt werden. Der Verkaufsgewinn erhöht sich, und es muss mehr Grundstückgewinnsteuer bezahlt werden. Hingegen werden wertvermehrende Investitionen grundsätzlich zu den Anlagekosten gezählt und der allfällige Grundstückgewinn damit reduziert.