BILD: MIM / FOTOLIA
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Baurecht

Ein Eigentümer kann einer Drittperson mittels einer Dienstbarkeit das Recht einräumen, dass dieser auf seinem Grundstück, auf oder unter der Bodenfläche ein Bauwerk errichten oder beibehalten darf. Der Dienstbarkeitsberechtigte wird damit Eigentümer des Bauwerks (nicht aber auch des Grundstücks). Der Inhalt und Umfang des Baurechts werden im Baurechtsvertrag geregelt. Ein Baurechtsvertrag muss öffentlich beurkundet werden. Das Baurecht entsteht mit Eintragung ins Grundbuch. Ein Baurecht kann für maximal 100 Jahre vereinbart werden. Eine spätere Verlängerung der Dienstbarkeit ist möglich.

Wird das Baurecht als selbständiges und dauerndes Recht ausgestaltet, so kann es als Grundstück ins Grundbuch aufgenommen werden. Ein Recht ist selbständig, wenn es auf andere Personen übertragen werden kann und nicht nur zugunsten eines Grundstücks errichtet wurde. Dauernd sind Rechte, wenn sie für wenigstens 30 Jahre oder auf unbestimmte Zeit begründet wurden. Wird das Baurecht als Grundstück ins Grundbuch aufgenommen, kann dieses mit Grundpfandrechten und Dienstbarkeiten belastet werden.
Der Dienstbarkeitsberechtigte bezahlt in der Regel für die zur Verfügungstellung des Bodens einen Baurechtszins. Dies stellt meist der heikelste Punkt der Vertragsverhandlungen dar.

Vor- und Nachteile des Baurechts

Für den Landeigentümer hat die Vergabe eines Baurechts den Vorteil, dass er sein Grundstück nicht definitiv aus der Hand geben muss. Im Gegenzug hat er aber auch keine Verfügungsgewalt mehr. Der Baurechtsberechtigte hat den grossen Vorteil, dass er seinen Traum vom Eigenheim mit geringeren Investitionskosten realisieren kann, da der Kaufpreis für das Land entfällt. Dies kann sehr reizvoll sein. Es sollte aber die Möglichkeit der Baurechtszinsteuerung beachtet und geklärt werden, ob noch zusätzlich zum Zins Amortisationsleistungen zu zahlen sind. Eine fachmännische Beratung sollte in jedem Fall in Anspruch genommen werden, denn nicht in jedem Fall ist das Baurecht die kostengünstigere Variante zum Kauf.  

 

 

Ein Haus im Baurecht – was es zu beachten gilt

Wenn ein Grundeigentümer einer Person ein zeitlich befristetes Recht einräumt, auf oder unter seinem Boden zu bauen, liegt ein Baurecht vor. Der Bodeneigentümer verzichtet während dieser Zeit auf eine eigene Nutzung und bezieht dafür in der Regel einen Baurechtszins. WEITERLESEN