BILD: STOCKPICS / FOTOLIA
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GEAK

Der GEAK ist der offizielle Gebäudeenergieausweis der Kantone. Er wurde 2009 von den Kantonen, dem Bundesamt für Energie und dem HEV Schweiz lanciert. Der GEAK ist schweizweit einheitlich und kann nur durch zertifizierte GEAK-Experten ausgestellt werden. Grundsätzlich ist der GEAK ein freiwilliges Informationsinstrument. Einzelne Kantone haben den GEAK für gewisse Anwendungen jedoch als obligatorisch erklärt. In den meisten Kantonen wird der GEAK Plus, also der GEAK mitsamt einem umfassenden Beratungsbericht, finanziell gefördert.

Gebäudeenergieausweis (GEAK®)

Der Gebäudeenergieausweis der Kantone (GEAK®) zeigt auf, wie viel Energie ein Gebäude im Normbetrieb benötigt. Dieser Energiebedarf wird in Klassen von A bis G in einer Energieetikette angezeigt. Damit ist eine Beurteilung der energetischen Qualität möglich, die im Hinblick auf zu erwartende Energiekosten und Komfort mehr Transparenz für Kauf- und Mietentscheide schafft. Zusätzlich zeigt der GEAK® mittels kurzen Empfehlungen das energetische Verbesserungspotential von Gebäudetechnik und Gebäudehülle, ähnlich einem energetischen Grobkonzept, auf.

GEAK® Plus (Beratungsbericht)

Mit dem GEAK® Plus erhalten Immobilienbesitzer als Ergänzung zum Ist-Zustand ihres Gebäudes auch noch einen Gebäude-Effizienzpfad an die Hand: Der GEAK®-Experte liefert einen Beratungsbericht, in dem konkrete Massnahmen aufgelistet werden, wie das Gebäude im Bereich Energie auf Effizienz getrimmt werden kann. Nebst den möglichen Energieeinsparungen werden auch die mit den Massnahmen verbundenen Kosten ausgewiesen.

Ratgeber: Vergleich Heizölverbrauch

Ich möchte den effektiven Heizölverbrauch meines Hauses mit einem entsprechenden Richtwert vergleichen. Gibt es hierzu Durchschnittswerte, wie viel Heizöl pro Kubikmeter Wohneigentum benötigt wird? Das Baujahr des Hauses ist ca. 1980. Es verfügt über Zweifach- Isolierverglasung und Fassadendämmung.

In der Regel wird der Energieverbrauch pro Quadratmeter Energiebezugsfläche verglichen. Die Energiebezugsfläche entspricht der beheizten Bruttogeschossfläche, also der gesamten Fläche, die innerhalb des Dämmperimeters liegt. Dabei werden die Aussenwände miteinbezogen, das heisst, die äusseren Abmessungen des Gebäudes sind massgebend. Falls nur die Nettogeschossfläche bekannt ist, kann diese näherungsweise mit 1,25 multipliziert werden.

Für Bauten, welche vor 1975 erstellt worden sind, kann von einem durchschnittlichen Heizölverbrauch von 20 bis 22 Litern pro Quadratmeter Energiebezugsfläche (EBF) ausgegangen werden. Dieser Wert für Bauten sank zwischen 1975 und 1992 sukzessive auf 12 Liter pro Quadratmeter. Dies hat mit den dannzumal einsetzenden Energievorschriften durch die Kantone zu tun. Mit den Musterverordnungen 1992 wurde zum ersten Mal eine Systemanforderung in die Gesetzgebung aufgenommen. Mit den folgenden Musterverordnungen wurde der maximale Heizenergiebedarf im Jahr 2000 auf 9 Liter pro Quadratmeter und 2008 auf 4,8 Liter pro Quadratmeter halbiert. Die Mustervorschriften 2014 wurden eben verabschiedet und der maximale Bedarf liegt darin bei 3,5 Liter.

Eine etwas genauere Einschätzung zum Heizölverbrauch erhalten Sie mit dem GEAK light (www.geak.ch) oder mit dem Energierechner von Energie Schweiz. Bei allen Vergleichsmethoden spielt das Benutzerverhalten eine wesentliche Rolle, und es sind grosse Abweichungen möglich.

Weitere Informationen zum Gebäudeenergieausweis:

www.geak.ch 

In der Expertenliste kann ein GEAK-Experte in der Nähe gesucht werden. Angaben zur kantonalen Förderung finden sich unter www.energiefranken.ch.