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Glasfaser

Im Bereich Glasfasererschliessung hat sich der HEV Schweiz mit Swisscom auf Musterverträge geeinigt. Die Verträge betreffen die Erschliessung bis in die Wohnung (FTTH) oder die Erschliessung bis zum Keller unter anschliessender Verwendung der bestehenden Kupferkabel (FTTB). Welcher Vertrag zur Anwendung kommt, ist abhängig davon, welche Glasfasertechnologie (FTTH/FTTB) der Eigentümer wählt, ob es sich um einen Neubau oder um ein bestehendes Gebäude handelt und ob die Erschliessung während oder nach dem Rollout erfolgt. 

Bereits im Jahr 2010 hat der HEV Schweiz sich mit Swisscom und der Telecom-Branche auf einen Mustervertrag zur Glasfasererschliessung bis in die Wohnung (fiber to the home, FTTH) bei bestehenden Bauten geeinigt. Swisscom finanziert sowohl die Gebäudeerschliessung mit Glasfaser wie auch die Erschliessung der sog. Steigzone, das heisst bis in die Wohnung. Dabei werden vier Fasern verlegt, wovon zwei von anderen Anbietern genutzt werden können. Dieser Vertrag gilt auch für die Kooperationen und ist nach wie vor in Kraft. Das kostenlose Angebot für die Immobilieneigentümer gilt jedoch nur während des Rollouts. 

Nun hat sich der HEV Schweiz mit Swisscom auf zwei weitere Musterverträge für die FTTH-Erschliessung von Neubauten und bestehende Gebäude nach dem Rollout sowie die FTTB-Erschliessung geeinigt. Diese Verträge werden von Swisscom seit dem 1. März 2018 verwendet. 

Beim FTTH-Vertrag für Neubauten und bestehende Gebäude nach dem Rollout erfolgt die Erschliessung bis in die Wohnung ebenfalls mit vier Fasern. 

FTTB (fibre to the building) heisst, dass bei Liegenschaften ab zwölf Nutzungseinheiten die Glasfaser bis zum Keller gezogen wird. Für die verbleibende Strecke werden die bestehenden Kupferkabel verwendet. Eine Erschliessung der Steigzone entfällt. 

Neu wurden Anpassungen hinsichtlich Wiederherstellungspflicht, Zutritt der Techniker, Durchleitungsrechte, Vertragsdauer, Kündigungsmodalitäten und Datenschutz vorgenommen. Swisscom und der Eigentümer tragen die Kosten der Erschliessung. Zu beachten gilt, dass diese beiden neu ausgehandelten Verträge nur für Swisscom gelten, nicht für die Kooperationen.